Nach Entscheid zugunsten oberirdischem Hochspannungsprojekt

Landschaftsschutzverband ASCV: «Widersprüchliches Bundesgericht»

Die Höchstspannungsleitung zwischen Chamoson und Chippis soll oberirdisch geführt werden.
1/1

Die Höchstspannungsleitung zwischen Chamoson und Chippis soll oberirdisch geführt werden.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Der Landschaftsschutzverband Association Sauvegardons le coteau valaisan (ASCV) zeigt sich über den vom Bundesgericht am Freitag gefällten Entscheid, die Höchstspannungsleitung zwischen Chamoson und Chippis nicht unterirdisch anzulegen, enttäuscht.

«Das Bundesgericht stellt sich in sämtlichen Punkten auf die Seite der Bundesinstanzen und entsprechend gegen die Interessen der Walliser Bevölkerung», beklagt sich der ASCV in einem Communiqué nach dem heutigen Entscheid des obersten Gerichts, wonach für die Hochspannungsleitungen zwischen Chamoson und Chippis keine Erdverlegung vorgenommen wird.

Dasselbe Gericht, welches mit dem letzthin gefällten Urteil die Zweitwohnungsinitiative stütze und damit einen ganzen Zweig des Walliser Baugewerbes in die Knie zwinge, stelle nun auch den Tourismus vor schier unlösbare Probleme, indem es zulasse, dass die linke Talflanke des Mittelwallis verschandelt werde, schreibt der ASCV weiter. 

Angesichts dieser Umstände sei gerechtfertigt, die Walliser Regierung zu einer dringlichen Intervention aufzufordern; ansonsten müsste das Budget für die Feierlichkeiten des 200sten Jahrestags des Walliser Beitritts in die Eidgenossenschaft für die Feierlichkeiten wohl zum ersten Jahrestag des Austritts umgenutzt werden. «Dieser Austritt entbindet uns aller Beschlüsse aus Bern, die nur darauf abzielen uns in die Knie zu zwingen», zeigt sich der Verband enttäuscht. Nun befinde sich das Dossier in den Händen der kantonalen Politik, allen voran in denen des Staatsrates und auch des Grossrats.

Auch nach dem Entscheid des Bundesgerichts ist man beim ASCV von einer unterirdischen Lösung überzeugt: «Eine unterirdische Linienführung der Höchstspannungsleitung Chamoson - Chippis könnte bestens innerhalb eines parallel zur Rhone laufenden 6.5 Meter breiten Korridors eingegraben werden, wie der Ingenieur Guillaume Favre nachweisen konnte. Die Mehrkosten gegenüber einer oberirdischen Lösung beliefen sich auf 150 bis 250 Prozent, wie dies Professor Puttgen in seinem Studienrapport zuhanden des Staatsrates festhält.»

Man sei über diesen sehr eindeutigen Entscheid zugunsten der oberirdischen Linienführung sehr überrascht; dies umsomehr als dass das Bundesverwaltungsgericht die Bewilligung dazu annulliert habe und auch weiterhin schwere Verfahrensmängel der Klärung bedürften. So etwa die notwendige Rodung von zwei Hektaren Wald, die das eidgenössische Waldgesetz gar nicht zulasse, da durchaus Möglichkeiten bestünden, das Hochspannungsprojekt im Talboden zu realisieren.

 

 

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login
Corona Infoseite

Wallis: Abgesagt oder verschoben wegen Corona

Veranstaltungen

Heute im WB

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Kolumne | Diese Woche zum Thema:

Offene Fragen zur Corona-Pandemie

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben bis auf weiteres im Walliser Bote.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Oberwalliser Baby-Galerie

Julia KarlenJosef Natanael LuchianSina Imboden
zur Baby-Galerie
Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

1815.märt - Jetzt inserieren

Hier können Sie Ihre Inserate direkt, günstig und flexibel im Walliser Bote und der Rhone Zeitung aufgeben.

Rotten Verlag News

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31