Umwelt | Kanton veröffentlicht Bericht zur Luftqualität

Besorgniserregende Ozonbelastung während Hitzewellen

Die Luftqualität im Wallis verbessert sich seit den 1980er-Jahren kontinuierlich. Die Wirksamkeit der unternommenen Bemühungen in den unterschiedlichen Bereichen ist sichtbar.
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Die Luftqualität im Wallis verbessert sich seit den 1980er-Jahren kontinuierlich. Die Wirksamkeit der unternommenen Bemühungen in den unterschiedlichen Bereichen ist sichtbar.
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Die Luftqualität im Wallis verbessert sich seit den 1980er-Jahren kontinuierlich. Die Wirksamkeit der unternommenen Bemühungen in den unterschiedlichen Bereichen ist sichtbar.

Das Departement für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt präsentierte am Mittwoch den Bericht zur Luftqualität im Wallis im Jahr 2018. Es hält fest, dass sich insgesamt die Luftqualität im Wallis seit den 1980er-Jahren kontinuierlich verbessert. Allgemein seien die gemessenen Werte ermutigend und zeigten die Wirksamkeit der Bemühungen in den unterschiedlichen Bereichen. Seit 2014 seien die übermässigen Immissionen von Feinstaub und Stickstoffoxid hauptsächlich zeitlich und örtlich begrenzt. Um der Bevölkerung im Kanton eine gute Luftqualität gewährleisten zu können, gelte es, in den bisherigen Anstrengungen nicht nachzulassen, so das Departement.

Die Feinstaubkonzentration, der besorgniserregendste Schadstoff für die öffentliche Gesundheit, lag im Jahr 2018 allgemein im Rahmen der Grenzwerte gemäss Luftreinhalteverordnung. Der Jahresgrenzwert für Staubpartikel mit einem Durchmesser unter 10 Mikrometer wurde in allen Walliser Regionen eingehalten. Dies war bereits im Jahr 2010 und seit 2014 der Fall, das heisst das sechste Mal seit Beginn der Messungen im Jahr 1999.

Wie es in der Mitteilung des Kantons weiter heisst, wurde der Grenzwert für das Jahresmittel für Stickstoffdioxid NO2 im Jahr 2018 in allen Stationen eingehalten, wie seit dem Jahr 2013. Überdies lagen die Messwerte immer deutlicher unter dem Grenzwert. Die Station des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe in Sitten hebt jedoch hervor, dass der Jahresgrenzwert in unmittelbarer Nähe zur A9 immer noch nicht eingehalten wird. Der konstante Rückgang der NO2-Werte, der insbesondere seit 2011 im städtischen Gebiet feststellbar ist, hat sich fortgesetzt, flacht jedoch ab. Diese Entwicklung ist hauptsächlich mit den Sanierungen von Heizungen in Wohn- und Gewerbegebäuden zu erklären, die ab 2006 in grosser Zahl einsetzten, als die kantonale Dienststelle für Umwelt sie mit einer 2- bis 8-jährigen Umsetzungsfrist verfügte. Ein weiterer Grund für den Rückgang der NO- und NO2- Emissionen im Strassenverkehr dürften die immer strenger werdenden Normen sein, die den Herstellern auferlegt werden.

Unter den zahlreichen Überschreitungen der Grenzwerte für Ozon O3 stechen zwei Zeiträume im Jahr 2018 heraus. Der erste im April fällt mit einer anhaltenden Hochdrucklage und einer Hitzewelle zusammen. Die ausgiebige Sonneneinstrahlung hat zu einer regionalen Ozonbildung geführt und durch die regelmässigen Föhnlagen wurden weitere Mengen aus dem Süden herangeführt, was vermutlich zu den beobachteten Werten beigetragen hat. Der zweite Zeitraum im Juli und August war sehr sonnig mit einer Hitzewelle von rund zehn Tagen, was zu den höchsten diesbezüglichen Belastungswerten führte. Die Werte sind besorgniserregend und die Wissenschaft warnt davor, dass der Klimawandel dazu führen könnte, dass solche Perioden mit übermässiger Ozonbelastung immer häufiger werden. Bezüglich Ozon hat sich die Situation von 1990 bis 2002 deutlich verbessert, danach blieben die Werte bis 2015 gleich, mit einer Ausnahme im Hitzesommer 2003. Es lässt sich also sagen, dass der Kampf gegen das Ozon noch lange nicht gewonnen ist.

pd / wh

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