Geologie | Rutschung in der Aletsch-Region

Risiko für gesamtes Gebiet bleibt hoch

Kantonsgeologe Raphael Mayoraz (rechts) informiert über die Rutschungen am Aletschgletscher. Links: Peter Schwitter, Sicherheitsverantwortlicher der Gemeinde Riederalp.
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Kantonsgeologe Raphael Mayoraz (rechts) informiert über die Rutschungen am Aletschgletscher. Links: Peter Schwitter, Sicherheitsverantwortlicher der Gemeinde Riederalp.
Foto: Walliser Bote

Es wird dringend geraten, die angebrachte Signalisierung zu beachten.
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Es wird dringend geraten, die angebrachte Signalisierung zu beachten.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Die seit 2016 andauernde Beobachtung des Rutschgebiets bei der Moosfluh am linken Rand des Aletschgletschers zeigt, dass sich die in Bewegung geratene Masse langsam stabilisiert. Das ändert jedoch nichts am insgesamt prekären Zustand des Geländes. Der Risikofaktor für das gesamte Gebiet bleibt hoch.

Wie die seit 2016 von Bund und Kanton durchgeführten Beobachtungen und Untersuchungen vor Ort zeigen, hat die Geschwindigkeit der Moosfluh-Rutschung am linken Rand des Aletschgletschers auf Gebiet der Gemeinde Riederalp stark abgenommen. Die ab vergangenem Winter und im Frühjahr festgestellte Tendenz zur Stabilisierung der in Bewegung geratenen Geländemasse hat sich auch im Sommer bestätigt.

Auf der Moosfluh-Krete liegen die Bewegungen derzeit bei unter 0.5 Zentimetern pro Tag und sind damit nur noch halb so schnell wie im Mai und vierzigmal langsamer als im Oktober 2016. Diese Verlangsamung zeigt eine allmähliche Stabilisierung im oberen Teil des Rutschgebiets an. Am Fusse des Geländes hingegen, zwischen Kalkofen-Plateau und Gletscher, ist die Bewegung noch stark, mit Geschwindigkeiten über 20 Zentimetern pro Tag (gegenüber 70 Zentimetern pro Tag im Oktober 2016). Fast jeden Tag ereignen sich hier noch punktuelle Felsabbrüche.

Die langsame Stabilisierung der Rutschung ändert für den Moment aber noch nichts am insgesamt prekären Zustand des Geländes. Der Kanton erinnert die Bevölkerung daran, dass die Gefahr unverändert hoch bleibt und ein Betreten des Rutschgebiets aus diesem Grund ausdrücklich verboten ist. Es wird dringend geraten, die angebrachte Signalisierung zu beachten und die am Beginn der Wanderwege errichteten Schranken nicht zu umgehen.

pd/map

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