Grosser Rat | Nach Polemik-Postulat in eigener Sache

Schwestermann will nun doch JUKO-Präsident bleiben

CSPO-Grossrat Alex Schwestermann. «Nun vergessen wir die Sache.» 
1/1

CSPO-Grossrat Alex Schwestermann. «Nun vergessen wir die Sache.» 
Foto: mengis media/Andrea Soltermann

Quelle: 1815.ch /dab 1

Rückzieher vom Rückzieher: CSPO-Grossrat Alex Schwestermann will nun doch Präsident der parlamentarischen Justizkommission JUKO bleiben. Und nach seinem umstrittenen Postulat zur Tagesordnung übergehen.

In einem entsprechenden Mail, das auch dem «Walliser Boten» vorliegt, hat der CSPO-Grossrat am Samstagabend sämtliche Abgeordnete und die Kantonsregierung über seinen Entscheid in Kenntnis gesetzt, «das Präsidium der JUKO beizubehalten». Er wolle das Amt bis Ende der Legislatur, also bis noch im Frühjahr 2021, weiterführen, schreibt der 66-Jährige.

Ganz anders tönte es noch bei der vergangenen Dezember-Session vor knapp zehn Tagen. Schwestermann kündigte im Plenum an, das JUKO-Präsidium abzugeben. Dem vorläufigen Entscheid ging eine beklemmend peinliche Episode voraus, die in der jüngeren Geschichte des Walliser Kantonsparlaments wohl ihresgleichen sucht.

In einem Postulat hat der vormalige CSPO-Präsident die Regierung aufgefordert, einen Oberwalliser Wildhüter aus dem Verkehr zu ziehen und ihn mit einem Bürojob abzustrafen. Schwestermann deckt den Mann mit allerlei Vorwürfen, etwa im Umgang mit Jägern, zu. Was er nicht sagt: Dem Vorstoss von Schwestermann, selbst Jäger, ging ein persönlicher Streit voraus. Der Wildhüter hatte einen Jagdkollegen Schwestermanns wegen eines fehlerhaften Abschusses einer Gämse verzeigt.

Schwestermanns Vorstoss wurde vom Rat nicht nur bekämpft. Dem Rarner wurde von den Sprechern aller Gruppen regelrecht die Kappe gewaschen. Es gehe nicht an, so der Grundton, dass ein Mitglied des Kantonsparlaments sein Amt dazu missbrauche, eine Privatfehde auszutragen. Selbst die CVPO und auch Schwestermanns «Gelben» sahen sich gezwungen, zu intervenieren. Vergeblich haben auch sie versucht, den Kollegen zur Raison zu bringen.

Wie nun Schwestermann in seiner Mail schreibt, hätten just die Voten der C-Parteien dafür gesorgt, dass er als JUKO-Präsident hinschmeissen wollte. Weil er im Nachgang jedoch zahlreiche aufmunternde Reaktionen erhalten haben soll, habe er es sich nochmals anders überlegt. «Nun vergessen wir die Sache und schauen in die Zukunft», schreibt Schwestermann. Ob das wirklich so einfach wird?

David Biner

Artikel

Kommentare

  • Peter Fux, St. Niklaus VS - 30

    EINMAL SO ...UND DANN SO!

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login
Corona Infoseite

Wallis: Abgesagt oder verschoben wegen Corona

Veranstaltungen

Heute im WB

Aktuelle Verkehrsmeldungen

In der aktuellen RZ

Kolumne | Diese Woche zum Thema:

Offene Fragen zur Corona-Pandemie

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben bis auf weiteres im Walliser Bote.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Oberwalliser Baby-Galerie

Lia BiderbostLola Finnley SchallerLorenzo Justino Azevedo
zur Baby-Galerie
Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

1815.märt - Jetzt inserieren

Hier können Sie Ihre Inserate direkt, günstig und flexibel im Walliser Bote und der Rhone Zeitung aufgeben.

Rotten Verlag News

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31