Gesundheit | Selbsthilfegruppen für depressiv Erkrankte und Suchtmittelabhängige im Aufbau

Wider die soziale Isolation

Selbsthilfegruppen: Die Interessengemeinschaft «gä&nä» will mit ihrem neuen Projekt einen Austausch auf Augenhöhe für depressiv Erkrankte und Suchtmittelabhängige ermöglichen.
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Selbsthilfegruppen: Die Interessengemeinschaft «gä&nä» will mit ihrem neuen Projekt einen Austausch auf Augenhöhe für depressiv Erkrankte und Suchtmittelabhängige ermöglichen.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Derzeit sind die ersten Selbsthilfegruppen für depressiv Erkrankte und Suchtmittelabhängige im Oberwallis im Aufbau. Sie sollen einen geschützten Rahmen bieten und das bestehende medizinische und therapeutische Angebot ergänzen.

«Der Austausch mit anderen Betroffenen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation befinden, stellt für viele eine Bereicherung dar», schreiben die Initiatoren (die Verantwortlichen der Interessengemeinschaft «gä&nä») in einer Medienmitteilung. Und: Viele Betroffene würden sich neben der Behandlung durch Fachkräfte einen Austausch auf Augenhöhe wünschen.

Deshalb seien derzeit die ersten Selbsthilfegruppen für depressiv Erkrankte und Suchtmittelabhängige im Oberwallis im Aufbau, die - wie die Verantwortlichen anmerken - kein Ersatz für eine medizinische oder therapeutische Behandlung durch eine Fachkraft sind: «Sie sind eine Ergänzung zum bereits bestehenden Angebot im Oberwallis.»

Teil einer Gemeinschaft

Sinn und Zweck dieser beiden Selbsthilfegruppen ist es, ein Gemeinschaftsgefühl entstehen zu lassen. Denn allzu oft fühlten sich Betroffene trotz ärztlicher Behandlung allein mit ihren Sorgen und Problemen: «Aus der Angst heraus, in der Gesellschaft auf Unverständnis und Ablehnung zu stossen, treiben sich Betroffene selbst in die soziale Isolation.» Eine Selbsthilfegruppe, in der man Teil einer Gemeinschaft ist, könne hier den passenden Lösungsansatz bieten. Denn der Austausch in der Gruppe sei quasi ein Austausch unter Experten: «Wer kennt eine Krankheit schon besser als jemand, der selbst davon betroffen ist», schreiben die Initiatoren.

Start im März

Die beiden Selbsthilfegruppen für depressiv Erkrankte und Suchtmittelabhängige starten am Montag, 4. März um 18.00 Uhr sowie um 19.30 Uhr und finden im Anschluss jeweils am ersten Montag im Monat im «Bistro Zum runden Dreieck» in Brig statt. Anmelden kann man sich unter [Javascript einschalten um Email zu sehen]. Eine Anmeldung ist zwecks Planung erwünscht.

pd/tma

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Ein geschützter Raum

In einer Selbsthilfegruppe trifft man auf Verständnis. Und das in einem geschützten Rahmen. Gemeinsam wird über Herausforderungen und Probleme in Bezug auf die Krankheit oder die Sucht im Alltag gesprochen. Es wird von eigenen Erfahrungen und hilfreichen Strategien erzählt. Was in der Gruppe besprochen wird, dringt nicht nach aussen. Vertrauen und Diskretion sind Voraussetzungen für eine funktionierende Selbsthilfegruppe.

gä&nä

Die Idee, im Oberwallis zwei Selbsthilfegruppen für depressiv Erkrankte und Suchtmittelabhängige aufzubauen, ist im Rahmen eines Treffens der Interessensgemeinschaft «gä&nä entstanden. Die Gruppe setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Welt und ihren Ressourcen ein und möchte ein bewussteres Leben und ein respektvolles Miteinander fördern. Gä&nä versteht sich als eine Bewegung, in der nachhaltige Projekte geplant und umgesetzt werden. Die beiden Selbsthilfegruppen sind das neuste Projekt der Gruppe.

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