Prävention | Testkaufkampagne für Alkohol und Tabak

Sieben von zehn Betrieben respektieren den Jugendschutz

Célia Roh und Sébastien Blanchard informierten in der Brasserie Sion über die Ergebnisse der Testkaukampagne 2019.
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Célia Roh und Sébastien Blanchard informierten in der Brasserie Sion über die Ergebnisse der Testkaukampagne 2019.
Foto: Mengis Media

Quelle: 1815.ch 1

Auch im letzten Jahr hat Gesundheitsförderung Wallis eine Testkaufkampagne für Alkohol und Tabak durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass 70 Prozent der getesteten Betriebe jugendlichen Testkäufern keinen Alkohol verkauften. Beim Tabak haben 75 Prozent der Geschäfte den Verkauf an Minderjährige verboten.

Bei den Testkäufen gehe es einerseits darum, Verkaufsstellen für das Thema Jugendschutz zu sensibilisieren, erklärte Sébastien Blanchard von der Organisation Gesundheitsförderung Wallis. Andererseits würden es diese auch erlauben, sich ein Bild von der gegenwärtigen Situation bezüglich Alkohol- und Tabakverkäufen an Minderjährige zu machen.

So fanden im vergangenen Jahr im Wallis in vier Regionen insgesamt 80 Testkäufe statt. Im Oberwallis wurde dafür die Gemeinde Brig-Glis definiert. Dabei zeigte sich, dass Jugendlichen in sieben von zehn Fällen kein Alkohol verkauft wurde. Ebenso verweigerten drei von vier Betrieben den Verkauf von Tabak.

Vergleiche mit früheren Jahren liessen sich allerdings schwerlich schliessen, erklärte Blanchard. Dies, da sich die Testregionen jeweils unterscheiden würden (z.B. Stadt-Land); ausserdem seien es die jeweiligen Gemeindepolizeien, welche die zu testenden Betriebe auswählen würden. Während einige Polizeikorps die Betriebe wohl eher zufällig auswählen, könnten andere gezielt «kritische» Betriebe testen lassen.

pac

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E-Zigaretten im Visier von Testkäufen

E-Zigaretten, Mundtabak (Snus) und andere nikotinhaltige Produkte sollen im Wallis bei Testkäufen von Jugendlichen künftig berücksichtigt werden. 2019 verkauften 25 Prozent der getesteten Läden Tabakwaren an Minderjährige, beim Alkohol schummelten 30 Prozent.

Die neuen Tabakprodukte erfreuten sich bei den Jugendlichen wachsender Beliebtheit, stellten Vertreter der Walliser Gesundheitsförderung am Donnerstag vor den Medien fest. Die Ergebnisse der neusten Panorama-Studie seien "beunruhigend". Noch nie hätten so viele 15-Jährige Nikotin ausserhalb der klassischen Zigarette konsumiert.

Deshalb sollen E-Zigaretten (Verdampfer, Tabakerhitzer), Snus und andere Nikotinprodukte ab diesem Jahr in die Testkäufe integriert werden. Immerhin haben sich im letzten Jahr 75 Prozent der getesteten Verkaufsstellen geweigert, Minderjährige mit Tabakwaren zu bedienen.

 

Anfang Februar hatte Sucht Schweiz vor der grösser werdenden Vielfalt von potenziell suchterzeugenden Produkten gewarnt. Insbesondere die Werbung ist den Suchtfachleuten ein Dorn im Auge. Diese suggeriere, dass es keinen Grund mehr gebe zu rauchen, wo es doch Tabakerhitzer gebe.

Stark beworbene Tabakerhitzer drängten auf den Markt, während gleichzeitig Mundtabak (Snus) salonfähig werde und eine bunte Palette an E-Zigaretten erhältlich sei.

Dampfen dürfe für Jugendliche nicht das neue Rauchen werden, so Sucht Schweiz. Minderjährige Nichtrauchende sollten gar nicht erst damit anfangen. Sie seien sehr anfällig für eine Nikotinabhängigkeit, was die Hirnentwicklung beeinträchtige. Die Raucherquote verharre nach wie vor bei gut einem Viertel der Bevölkerung. sda

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Kommentare

  • Peter Fux, St. Niklaus VS - 31

    Und was passiert mit den 3 auf 10 welche es nicht befolgen?

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