Familie | Mit Begründung: Geburtenrate soll bei Schweizer Frauen steigen

SVP Unterwallis setzt sich für Vaterschaftsurlaub ein

«Heimische Geburtenrate». SVPU-Präsident Cyrille Fauchère mit Sohn am vergangenen Wahlsonntag.
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«Heimische Geburtenrate». SVPU-Präsident Cyrille Fauchère mit Sohn am vergangenen Wahlsonntag.
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch /dab 0

Die SVP im Unterwallis stellt sich gegen ihre Mutterpartei. Im Gegensatz zur SVP Schweiz will sie sich für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub einsetzten, falls es zu einer Volksabstimmung kommen sollte.

Danach sieht es derzeit zwar nicht aus. Denn weder der Gewerbe- noch der Arbeitgeberverband wollen das Referendum ergreifen. Die SVP Schweiz hat nun am Freitag trotzdem entschieden, dass sie ein allfälliges Referendumskomittee bestehend aus anderen Partnern unterstützen werde.

Was hingegen klar ist: Kommt der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub vors Volk, will sich die SVP Unterwallis voll dafür einsetzten. Das schreibt die Partei in einer Mitteilung vom Samstagmorgen. Die Begründung: Man wolle mit den entsprechenden Rahmenbedingungen Paare des Mittelstandes bestärken, Familien zu gründen.

Mehr noch: Der vom Parlament vorgeschlagene Vaterschaftsurlaub geht der SVP Unterwallis zu wenig weit. Gemäss Mitteilung plädiert sie für eine Elternzeit. Jede Familie soll demnach selbst entscheiden können, wer von den Eltern den vom Staat finanzierte Urlaub beziehen kann.

Die Position der SVP Unterwallis wird manchenorts mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. So habe sich seine Partei immer gegen den Vaterschaftsurlaub ausgesprochen, sagt Franz Ruppen, Präsident der SVP im Oberwallis, auf Nachfrage. Man habe sich im Vorstand zwar noch nicht über eine allfällige Abstimmung unterhalten. «Aber in erster Linie geht es nun darum, die Sozialwerke zu sichern», sagt Ruppen mit Verweis auf das Kosten-Argument. Laut der SVP Schweiz soll ein zweiwöchiger Vaterschaftsurlaub jährlich mit gut einer Milliarde Franken zu Buche schlagen – zu Lasten von Unternehmen und Steuerzahlern.

Die SVP Unterwallis sieht ihren Entscheid indes als logische Konsequenz ihrer bisherigen Politik. Nicht die Zuwanderung sei der «Motor der Demografie», sondern die «heimische Geburtenrate» sei der Garant für eine gute Volkswirtschaft und einen entsprechenden Wohlstand.

Bei der überraschenden Wortmeldung der SVP Unterwallis dürfte aber auch der morgige Wahlsonntag eine Rolle spielen. Parteipräsident Cyrille Fauchère kandidiert im zweiten Wahlgang für den Ständerat. Dem vierfachen Familienvater dürfte jede zusätzliche Stimme gelegen kommen. Seine Chancen in den Ständerat gewählt zu werden, sind gleich null. Aber Fauchère hat andere Absichten: Er will auch über den morgigen Sonntag hinweg im Gespräch bleiben.

David Biner

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