Zweitwohnungen
Umweltverbände hoffen auf Nationalrat
Franz Weber (rechts) mit Tochter Vera und Ehefrau Judith (links)
Foto: Keystone
Die Umweltverbände machen ihre Drohung, gegen die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative das Referendum zu ergreifen, noch nicht wahr. Nach der Debatte im Ständerat ist indes klar: Sollte der Nationalrat nicht korrigierend eingreifen, wird ein Gang an die Urne wahrscheinlich.
"Wir sehen, dass der Gesetzesentwurf, der schon viele Ausnahmen beinhaltete, noch weiter aufgeweicht wurde", kritisiert Vera Weber von "Helvetia Nostra" und der "Fondation Franz Weber" am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.
Die Entscheide des Ständerates seien zwar enttäuschend, aber nicht überraschend, so Weber. Als problematisch erachtet sie insbesondere, dass Ständerat Robert Cramer (Grüne/GE) mit seinem Vorschlag unterlegen sei, auf kommerziellen Plattformen ausgeschriebene touristisch genutzte Wohnungen gar nicht erst zuzulassen.
Das Missbrauchspotenzial bei solchen Ausnahmeregelungen sei enorm. Leerstehende Wohnungen würden faktisch zu Zweitwohnungen. "Es ist zweifelhaft, ob man auf diese Weise warme Betten schafft", erklärt Weber.
Einen Schritt in die richtige Richtung sehen die Umweltverbände darin, dass der Ständerat die Möglichkeit, ältere Hotels vollständig zu Zweitwohnungen umzubauen, aus dem Gesetz gestrichen hat.
Alles in allem sei der vom Ständerat abgesegnete Gesetzesentwurf unbefriedigend. "Es wird am Nationalrat sein, die nötigen Korrekturen anzubringen, damit der Volkswille respektiert wird", heisst es in einer Mitteilung der beiden Organisationen.









Artikel
Kommentare
Noch kein Kommentar