Open Air Gampel 2015 | Welsches Flair mit Stress

«Gampel war unglaublich cool»

Stress nach seinem Auftritt im Backstage-Bereich des Open Air Gampel
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Stress nach seinem Auftritt im Backstage-Bereich des Open Air Gampel
Foto: 1815.ch

Quelle: 1815.ch /map 0

Andres Andrekson, besser bekannt als Stress, hat dem Publikum am Open Air Gampel am heutigen Sonntagnachmittag so richtig eingeheizt. Im Anschluss an seinen Auftritt hat er sich mit 1815.ch zum Interview getroffen.

Rapper Stress gehört zu den erfolgreichsten Musikern der Schweiz. Er hatte bereits vier Alben auf der Nummer eins und ist Rekordsieger bei den Swiss Music Awards. Sein aktuelles Album «Stress» ist 2014 erschienen und wurde von den Kritikern hochgelobt.

1815.ch: Das heutige Konzert in Gampel war dein letzter Auftritt für dieses Jahr. Ein guter Abschluss?

Stress: «Ja, ein sehr guter Abschluss. Ich habe nicht erwartet, dass das Publikum am Sonntagmittag so motiviert ist. Es war unglaublich cool und ich hatte wirklich den Eindruck, dass die Zuhörer Spass hatten. Es war mir sehr wichtig, dass wir es dieses Mal richtig machen. Denn unser letzter Auftritt in Gampel ist aus verschiedenen Gründen nicht so gut geglückt.»

Wie sehen deine Pläne nun für den Rest des Jahres aus?

«Ich werde viel Zeit im Studio verbringen, Musik machen und an kommenden Projekten arbeiten.»

Gemeinsam mit Stefanie Heinzmann bist du Jurymitglied und Coach bei «The Voice of Switzerland». Verstehst du Walliserdeutsch?

«Ein bisschen, aber es ist schon schwieriger als der Zürcher Dialekt zum Beispiel. Berndeutsch ist auch schon schwierig für mich, aber Walliserdeutsch ist noch eine Stufe höher.»

Du hast in Lausanne gelebt und gearbeitet, rappst auf Französisch und Englisch und lebst mittlerweile in der Deutschschweiz. Existiert der Röstigraben für dich?

«Für mich nicht. Ich fühle mich als Kind dieser Generation und lebe, was ich liebe. Die Leute, die ich liebe, meine Band zum Beispiel, habe ich um mich herum. Man könnte uns auch nach Peru schicken, das würde keine Rolle spielen.»

In deinem Song «On n’a qu’une terre» beschäftigst du dich mit den Themen globale Erwärmung und Ressourcenknappheit. Wie schützt du die Umwelt?

«In meinem Privatleben versuche ich mich Hundert Prozent für die Umwelt einzusetzen. Ich fahre zum Beispiel ein Elektro-Auto und habe ein Minergie-Haus. Als Künstler hat man die Möglichkeit, den Menschen etwas mitzugeben. Diese Möglichkeit sollte man nutzen. Wenn man andere Länder anschaut, haben wir es in der Schweiz relativ gut. Das sollten wir schätzen, aber auch nicht krampfhaft gegen Aussen abschotten.»

In vielen deiner Songs gibst du dich sehr gesellschaftskritisch. Was würdest du an der Welt ändern?

«Im Moment fällt mir auf, wie süchtig wir alle nach dem Internet sind. Ich würde Internet-Abstinenz für ein Jahr anordnen. Denn ich glaube, durch die virtuelle Welt lebt niemand mehr wirklich im Hier und Jetzt. Deshalb sind auch Konzerte so wichtig, weil die Leute psychisch und physisch anwesend sind.»

Dein Privatleben wird oft in den Medien thematisiert. Die Schattenseiten des Ruhms?

«Ganz ehrlich, das ist mir eigentlich egal. Ich kann es sowieso nicht ändern und betrachte es einfach als Teil dieses Spiels.»

Du hast mit BEAR INC. ein eigenes Modelabel. Was bedeutet dir Mode?

«Mode ist eine Art sich auszudrücken; wie man ist und wie man gerne sein würde. Man kann es mit Tattoos vergleichen: Leute lassen sich tätowieren, um ihre Persönlichkeit und Individualität zu zeigen. Die Mode ist für mich genau gleich.»

Wie sieht der Rest deines Tages nun aus?

«Ich werde mit meiner Band noch ein paar Drinks geniessen und dann werden wir nach Hause gefahren. Vielleicht werde ich spontan noch aufs Gelände gehen und sicher auch noch ein Raclette essen.»

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