Wetter | Winter gibt nächstes Lebenszeichen von sich

Keine besinnliche Zeit in Sicht

Noch ist die Wetterlage ruhig. Das dürfte sich aber bald ändern. (Bild: Jolialp)
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Noch ist die Wetterlage ruhig. Das dürfte sich aber bald ändern. (Bild: Jolialp)
Foto: Willy Zengaffinen

Quelle: 1815.ch 0

Advent – normalerweise die Zeit für Besinnung und Ruhe. Nicht so beim Wetter! In den nächsten Tagen erwartet uns nämlich ein meteorologisches Panoptikum erster Güte, im Zuge dessen auch der Winter wieder mal ein Lebenszeichen von sich geben wird.

Am Donnerstag bringt der Samichlaus Guetzli, Grittibänz und Biberli. Wettertechnisch sieht es leider weniger erfreulich aus, wie «MeteoNews» vermeldet. Der Himmel bleibt wolkenverhangen, dazu regnet es vor allem in der ersten Tageshälfte immer wieder. Schnee fällt erst oberhalb von 1700 bis 1800 Metern, bei 10 bis 12 Grad kommt der gute Mann wohl fast schon ins Schwitzen. Bis zum Abend beruhigt sich das Wetter.

Der Freitag geht zum grössten Teil trocken über die Bühne, zwischen den Wolken zeigt sich auch zeitweise die Sonne. Mit auffrischendem Südwestwind steigen die Temperaturen einmal mehr auf zweistellige Pluswerte, die Nullgradgrenze klettert auf 2800 bis 3000 Meter. Am Abend verdichten sich die Wolken im Vorfeld einer sich nähernden Kaltfront, vom Jura und Hochrhein her beginnt sich Regen auszubreiten. In den folgenden Nachtstunden zieht diese Kaltfront über die Alpennordseite hinweg.

Stürmische Winde in der Nacht auf Samstag

Neben kräftigen und teils gewittrigen Schauern bringt sie auch stürmischen Wind – zuerst im Flachland, später mit der einfliessenden Kaltluft auch in den vielen Alpentälern. Dabei sind verbreitet Böen von 70 bis 90 km/h einzuplanen, die absoluten Spitzenwerte dürften sich aber im Bereich von 100 bis 110 km/h bewegen. Auf den Bergen kommt es zu einem regelrechten Temperatursturz, bis zum Samstagmorgen sinkt die Schneefallgrenze auf 800 Meter.

Der Samstag selbst bleibt unbeständig mit wiederholten Niederschlägen und starkem Wind, die Schneefallgrenze pendelt tagsüber um 1000 Meter. In der Nacht zum Sonntag steigt sie mit einer Warmfront gegen 1500 Meter. Der zweite Adventsonntag wird trüb und turbulent. Es regnet häufig und zum Teil kräftig, die Schneefallgrenze sinkt wieder auf 1000 bis 1100 Meter. Dazu weht stürmischer Wind aus westlichen Richtungen. In erhöhten Lagen werden um die 100 km/h erreicht, auf exponierten Jura- und Alpengipfeln gibt es Orkanböen.

Schneefallgrenze sinkt auf 600 Meter

In der Nacht zum Montag dreht die Strömung zunehmend auf Nordwest, mit einer weiteren Kaltfront sinkt die Schneefallgrenze bis zum Morgen auf 600 bis 700 Meter. Im Laufe des Tages fliesst immer kältere Luft zur Alpennordseite, am Abend oder in der Nacht zum Dienstag sollten es die Flocken dann bis ins Flachland schaffen.

Am Dienstag ist der Winter definitiv bei uns angekommen, es reicht nur noch für zarte Plusgrade. Im Flachland schneit es nur ab und zu, entlang der Berge dagegen häufig und zum Teil auch länger anhaltend. Verkehrsbehinderungen sind wohl unvermeidlich. In der Nacht zum Mittwoch klingen die Niederschläge ab.

Im gesamten Zeitraum ergibt sich auf den Bergen ein Neuschneezuwachs von teilweise mehr als einem Meter, in Kombination mit dem stürmischen Wind wird die Lawinengefahr akut. Im Laufe der zweiten Wochenhälfte scheinen die Temperaturen zumindest vorübergehend wieder etwas anzusteigen. Die Basis für eine gute Wintersportsaison sollte damit aber in den meisten Skigebieten gegeben sein.

pd/map

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