Walliser Landwirtschaftskammer | Rosmarie Ritz und Raban Pfammatter neu im Vorstand
Das Oberwallis hat nun zwei Sitze im Vorstand der WLK
Pierre-Yves Fellay, Direktor der Walliser Landwirtschaftskammer und Präsident Willy Giroud (v. links)
Foto: Walliser Bote
Die Delegierten der Walliser Landwirtschaftskammer haben die Revision der Statuten durchgewunken. Neu ist das Oberwallis mit zwei Sitzen im Vorstand vertreten. Es handelt sich um Rosmarie Ritz und Raban Pfammatter. Letzterer wurde zum Vizepräsidenten gewählt.
Präsident Willy Giroud freute sich: «Wir haben zwei neue Spezialitäten, denn der Trockenspeck und der Rohschinken haben das IPG-Label erhalten. Unsere gastronomischen Einrichtungen werden bald einen Wallliser Teller mit 100 Prozent AOP/IPG servieren können, denn neben dem Trockenspeck und dem Rohschinken besitzen wir bereits Walliser Trockenfleisch IGP, Walliser Raclette AOP und Walliser Roggenbrot AOP. Nur die Cornichons fehlen jetzt», scherzte er. Auch Pierre-Yves Fellay, Direktor der Walliser Landwirtschaftskammer, hatte eine äusserst positive Mitteilung zu vermelden: «Das Agrarjahr 2016 hat bemerkenswerte wirtschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. Der geschätzte kantonale Rohertrag beläuft sich auf 362 Millionen Franken. So viel, wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Ein vergleichbares Ergebnis wurde lediglich im Jahre 2009 erzielt.»
Die Faktoren seinen einerseits stabile Preise, andererseits vorteilhafte Witterungsbedingungen gewesen. Der Weinbau hat dank der Weinlese 2016, die dem Durchschnitt der zwischen 2000 und 2010 eingekellerten Volumen entsprach, wieder Fahrt auf. Der Anteil des Weinbaus am Rohertrag der Walliser Landwirtschaft liegt bei über 50 Prozent. Aber auch die Obst- und Gemüsebauern, die rund einen Viertel des Rohertrages erzielen, konnten sich 2016 über eine hohe Beeren- und Aprikosenernte freuen. Sie profitierten von fairen Preisen für die Erzeuger. Die Erträge beim Kernobst, also bei Äpfel und Birnen, fiel hingegen eher gering aus, doch die Preise bewegten sich auf einem guten Niveau. Schwach sei dafür die Gemüseproduktion gewesen, die aber immerhin einer guten Verwertung unterlag. Die Tierzucht trägt ebenfalls einen Viertel zum Rohertrag bei. «Sie stach 2016 heraus», so Fellay. Entscheidend dazu beigetragen hat der Umstand, dass immer mehr Milch nicht als Industriemilch genutzt wird, sondern in Molkereien zu hochwertigen Käsen und anderen Produkten verarbeitet wird. Denn während der Preis für Rohmilch, die zu Käse verarbeitet wird, äusserst gut ist, verharrt der Preis für Industriemilch auf einem unangemessenen Niveau.
Weil die drei bisherigen Vorstandsmitglieder Thomas Elmiger (als Vizepräsident), Madeleine Fuchs-Mabillard und Henri Mottiez zurücktraten, waren Ersatzwahlen in den Vorstand notwendig. Gewählt wurden Conrad Caloz, Vincent Roten und Raben Pfammatter. Den statuarisch zweiten Oberwalliser Sitz nimmt künftig die Geschäftsführerin der OLK, Rosmarie Ritz ein. Als neuer Vizepräsident ist Raban Pfammatter gewählt worden.
Als krönender Abschluss ist der Prix Agrivalais vergeben worden. Dieser geht an die Firma TAZ-Abricot aus Fully, die sich auf die Verarbeitung von Luizet-Aprikosenkernen zu Aprikosen-Kernöl spezialisiert hat.









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