Wohnen | Projekt «Bezahlbarer Wohnraum im inneren Mattertal»

Zermatt und Täsch treiben Projekt voran – Randa ist draussen

Eine noch zu gründende Genossenschaft soll im Auftrag von Liegenschaftsbesitzern Wohnungen zur Generalverwaltung übernehmen und zu erschwinglichen Preisen an ortsansässige Haushalte mit beschränktem Einkommen weitervermieten.
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Eine noch zu gründende Genossenschaft soll im Auftrag von Liegenschaftsbesitzern Wohnungen zur Generalverwaltung übernehmen und zu erschwinglichen Preisen an ortsansässige Haushalte mit beschränktem Einkommen weitervermieten.
Foto: Walliser Bote

Quelle: 1815.ch 0

Die Gemeinden Täsch und Zermatt wollen das ursprünglich von Bund und Kanton mitgetragene «Modellvorhaben» für mehr bezahlbaren Wohnraum im inneren Mattertal weiterverfolgen. Als nächster Schritt wird die Gründung einer Genossenschaft vorbereitet. Diese soll im Auftrag von Liegenschaftsbesitzern Wohnungen zur Generalverwaltung übernehmen und zu erschwinglichen Preisen an ortsansässige Haushalte mit beschränktem Einkommen weitervermieten.

Gemäss einem von der RW Oberwallis mit der Liegenschafts- und Treuhandfirma Avalua AG erstellten Geschäftskonzept kann die genossenschaftliche An- und Weitervermietung wirtschaftlich funktionieren, wenn mindestens zwölf Wohnungen unter Vertrag genommen und weitervermietet werden können. Vorsondierungen bestärken die Gemeinden in der Annahme, dass das Angebot der zu gründenden Genossenschaft bei einzelnen Haus- und Wohnungseigentümern auf Interesse stösst und gleichzeitig einen konkreten Beitrag zur Vergünstigung von Wohnraum leistet.

Die Gemeinderäte von Täsch und Zermatt haben kürzlich beschlossen, als nächstes die Statuten der Genossenschaft und ein Vermietungsreglement zu erarbeiten. Bis zum Sommer 2019 wollen die Gemeinden darüber befinden können. Der Gemeinderat von Randa hat sich Anfang Oktober zum Ausstieg aus dem Projekt entschieden, insbesondere weil aktuell andere Grossinvestitionen in der Gemeinde anstehen.

Im inneren Mattertal besteht für Ortsansässige seit Jahren ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum, vor allem für Mehrpersonenhaushalte. Im Rahmen eines von Bund und Kanton unterstützten «Modellvorhabens» hatten die Gemeinden Zermatt, Täsch und Randa in den vergangenen Jahren verschiedene Möglichkeiten geprüft, dem Problem Abhilfe zu schaffen Das Modell der genossenschaftlichen An- und Weitervermietung von erschwinglichen Wohnungen verspricht nach dem Dafürhalten der Gemeinden am ehesten Erfolg, zumindest in einem ersten Schritt.

«Die Wohnförderung soll nach dem Willen der Gemeinden mit gemeinsamen Massnahmen im Bereich des Ortsmarketings gekoppelt werden», halten die drei Gemeinden in einer gemeinsamen Mitteilung fest. Dazu zählen unter anderem das aktive Bewerben als Wohn- und Arbeitsstandort, das Beraten von Neuzuziehenden, das Aufwerten der Ortszentren und in der Summe das bessere Positionieren und Verkaufen des inneren Mattertals über den Tourismus hinaus. Beim gemeinsamen Ortsmarketing werde die Gemeinde Randa voraussichtlich weiterhin mitwirken.

Mehr zum Thema im WB vom 18. Oktober 2018

mk

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