Nachgefragt | Zermatt

«Viele wollten sich die neue Hörnlihütte anschauen»

Kurt Lauber ist Hüttenwart der Hörnlihütte.
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Kurt Lauber ist Hüttenwart der Hörnlihütte.
Foto: RZ

Quelle: RZ 0

Seit mehr als 20 Jahren leitet Kurt Lauber die Hörnlihütte. Der «Wächter des Matterhorns» zieht Bilanz im Jubiläumsjahr.

Herr Lauber, am 19. September ging die Jubiläumssaison auf der Hörnlihütte zu Ende. Gab es mehr Betrieb als sonst?
Dank des sehr guten Wetters während der Sommermonate herrschten optimale Verhältnisse. Wir hatten dieses Jahr viel mehr Tagesbesucher. Das liegt daran, dass viele Leute extra hinaufkamen, um sich die neue Hörnlihütte anzuschauen. Dagegen wollten heuer nicht mehr Alpinisten aufs Matterhorn als in den vergangenen Jahren. Viele dachten wohl: Im Jubiläumsjahr herrscht viel Betrieb am Berg, ich verzichte lieber.

Sie waren schon über 400 Mal auf dem Matterhorn. Was bedeutet das Jubiläum der Erstbesteigung für Sie persönlich?
Indirekt hat es eine grosse Bedeutung für mich. Die alte Hörnlihütte war dringend sanierungsbedürftig. Dank des Jubiläumsjahrs bekamen wir die Chance, eine neue Hörnlihütte zu bauen, worauf ich schon lange gewartet hatte. Wir verfügen jetzt über eine moderne Küche und zeitgemässe Sanitäranlagen. Alles wurde komfortabler und erleichtert uns so die Arbeit.

Die Anzahl der Schlafplätze wurde von 170 auf 130 reduziert.
Das Matterhorn ist bekannt dafür, dass alles etwas gedrängt ist. Bedingt durch die Route, müssen praktisch alle durchs Nadelöhr Hörnlihütte. Durch die Bettenreduktion und das Campierverbot haben wir jetzt weniger Leute am Berg. Das bedeutet mehr Qualität und ein besseres Erlebnis für die Besucher, welche da sind. Man muss es aber auch relativieren: Das Matterhorn wird jährlich von etwa 3000 Alpinisten bestiegen. Das sieht nach viel aus, ist aber wenig im Vergleich zu einem Mont Blanc, wo jedes Jahr 30 000 Menschen unterwegs sind.

Speziell war das Besteigungsverbot des Matterhorns am Jubiläumstag.
Am 14. Juli, dem Tag der Erstbesteigung, wollten wir aus Respekt gegenüber dem Berg und all den Verunfallten ein Zeichen setzen. Deshalb entschlossen wir uns, dem Matterhorn einen Tag Ruhe zu gönnen. Es wurde so ein sehr bedächtiger Tag. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Frank O. Salzgeber

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