Naters | Z'Hansrüedi feiert seinen 60. Geburtstag

«Ein guter Film kann mich zu Tränen rühren»

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Z'Hansrüedi Zbinden: «Ich möchte bis 2042 auf der Bühne stehen.»
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Quelle: RZ 0

Herzlichen Glückwunsch! Am 21. März 2020 feiert Z’Hansrüedi seinen 60. Geburtstag. Die RZ stellt dem Unterhalter und Entertainer zu seinem runden Geburtstag 60 persönliche Fragen.

Was bedeutet die Zahl 60 für Sie?

Die 60 ist für mich eine Zahl – und mein Jahrgang.

Ihr grösster Geburtstagswunsch?

Solange wie möglich Musik zu machen.

Warum singen Sie so viel «Säich»?

Ich bringe die Leute gerne zum Lachen, mache aber auch nachdenkliche Lieder.

Ihr Lieblingslied?

«Miis Paradies», ein Lied über die Belalp.

Was war Ihr grösster Ohrwurm?

Der nationale Ohrwurm ist «Hiä tüäts mer weh», und auf regionaler Ebene «Laffti nu meh».

Pop oder Klassik?

Klassik.

Gender Büebu oder Stefanie Heinzmann?

Gender Büebu, weil sie deutsch singen.

Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Musiker wären?

«Än armä Siäch.» (lacht)

Haben Sie einen Tick?

Ich liebe es, wenn es chaotisch zu und her geht.

Wer war Ihre erste grosse Liebe?

Hmmm (überlegt lange) Beatrice, ein Schul-gspani.

Haben Sie ein Vorbild?

Udo Jürgens, weil er ein unglaublich guter Liedermacher und Entertainer war.

Z’Hansrüedi Endfrenz oder Lüüsbüebu?

Z’Hansrüedi Endfrenz.

Welche dieser Walliser Klischees stimmen? Saufen, Raufen und Rasen…

Keines von allen.

Wann haben Sie das letzte Mal eins über den Durst getrunken?

Puh, das liegt schon länger zurück. An einem Jodlerfest vor ein paar Jahren.

Glauben Sie an Gott?

Ja.

Käse oder Fleisch?

Käse, vor allem Walliser Alpkäse.

Bier oder Wein?

Wein, aber es muss ein sehr guter Tropfen sein.

Hund oder Katze?

Weder noch, am ehesten ein Papagei.

Wie viele Kilometer fahren Sie jährlich?

Ich lege jährlich ca. 30 000 Kilometer zurück, fahre aber wenn möglich mit der Bahn.

Was machen Sie gegen den Klimawandel?

Ich fahre Autos mit Katalysator.

Was haben Sie in 60 Jahren gelernt?

Ehrlichkeit ist die grösste Tugend – und man sollte immer sich selber bleiben.

Was ist heute besser als früher?

Dass man schneller miteinander kommunizieren kann.

Warum sind Frauen schlauer als Männer?

Stimmt nicht. Es gibt schlaue Männer genauso wie schlaue Frauen.

Wenn Sie einen Tag lang eine Frau wären, dann…

würde ich hoffen, dass ich nicht genau an diesem Tag hochschwanger wäre.

Wann haben Sie das letzte Mal geweint?

Vor einer Woche, als ich daheim einen Fernsehfilm gesehen habe. Ich bin nah am Wasser gebaut.

Was rührt Sie zu Tränen?

Das kann genauso ein guter Film sein wie ein Lied oder ein eigener Liedertext.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ich möchte gerne auf der Bühne sterben. Dann könnte ich bis zuletzt das machen, was mir Freude bereitet.

Was ist Ihre beste Eigenschaft?

Meine beste und schlechteste Eigenschaft ist die gleiche: Ich bin viel zu lieb.

Was bringt Sie auf die Palme?

Falsche und unehrliche Menschen.

Warum ist Naters die Hochburg der Oberwalliser Fasnacht?

Naters war einmal die Hochburg der Oberwalliser Fasnacht. Jetzt ist man im Begriff, wieder zur Hochburg zu werden.

Verstehen die Oberwalliser/innen zu wenig Spass?

Im Gegenteil. Die Leute in der Region sind sehr empfänglich für spassige Momente.

Was gefällt Ihnen an Naters am besten?

Die Belalp ist der schönste Fleck in der Gemeinde Naters.

Warum ist Naters schöner als Brig?

Weil das immer eine gute Pointe für meine Schnitzelbankgruppe ist.

Macht Ihnen das Coronavirus Angst?

Ja, ich darf nur noch bei mir zu Hause Musik machen.

Ihr Lieblings-Zitat?

Die Umschreibung des Wortes «Toleranz»: Achtung vor den Wertvorstellungen anderer bei gleichzeitigem Festhalten an der eigenen Überzeugung.

Was haben Sie von Ihren Eltern gelernt?

Vom Vater habe ich gelernt, wie man mit dem Publikum umgeht. Und von meiner Mutter den Rest.

Warum muss man Z’Hansrüedi mögen?

Das soll jeder für sich entscheiden, ob er mich mag. Ich mache trotzdem Musik.

Was soll man Ihnen später nachsagen?

Er ist so geblieben, wie er war.

Ihr bestes Konzert?

Am Jodlerfest 1991 in Saas-Fee, weil da meine Fahnenschwinger-Kollegen zum ersten Mal gesehen habe, was ich beruflich mache. Sie haben bis dahin gar nicht gewusst, dass ich Musiker bin.

Ihr peinlichster Moment?

Nachdem wir, die Familienkapelle Zbinden, am Vorabend auf einer Hochzeit aufgespielt hatten, habe ich anderntags das Brautpaar am Frühstücksbuffet gefragt, ob sie auch dabei gewesen seien.Ich habe sie nicht mehr erkannt, weil ich mir keine Gesichter merken kann. Das war mir sehr peinlich.

Was ist so lustig an Ihren Schnitzelbänken?

Wir haben sehr gute Pointen.

Können Sie über sich selbst lachen?

Oh ja, sehr viel sogar.

Was verstehen Sie unter Humor?

Die Leute zum Lachen zu bringen und ihnen eine Freude zu machen.

Ist «Üfheeru» die beste Schnitzelbankgruppe im Oberwallis?

Eine von vielen, aber nicht die beste. Jede Gruppe hat ihren eigenen Stil.

Was macht Sie stolz, Walliser zu sein?

(überlegt sehr lange) Ich bin stolz, dass ich in dem Landstrich leben darf, in dem es auf kleinstem Raum weltweit die meisten Naturschönheiten gibt.

Ihr emotionalster Moment auf der Bühne?

Als ich meinem Vater den Titel «Vater, Kollege und Freund» zum ersten Mal vorgesungen habe.

War Ihr Rücktritt vom Rücktritt geplant?

Nein, nicht in dem Rahmen.

Wären Sie ein guter Politiker?

Nein, ich bin kein Mann, der Kompromisse eingehen kann.

Wann waren/sind Sie am glücklichsten?

Wenn ich sorglos mit meiner Frau zusammen bin.

Ich oder wir?

Ganz klar wir, weil man ohne Kollegen und Freunde aufgeschmissen ist.

Hip-Hop oder Ländler?

Ländler.

Fahnenschwingen oder Liedersingen?

Fahnenschwingen.

Haben Sie einen Kosenamen?

Habe ich. Aber den werde ich hier und heute nicht verraten.

Was bereuen Sie?

Ich würde einige Sachen in meinen Leben anders machen, zum Beispiel mein Abschiedsfest von der Bühne.

Was bedeutet Ihnen die Ehrenburgerschaft und der Kulturpreis der Gemeinde Naters?

Sehr viel! Es ist eine grosse Anerkennung für mein musikalisches Schaffen als Liedermacher.

Was war Ihr schönster Fernsehmoment?

Den gibt es nicht. Fernsehaufnahmen sind immer lästig.

Wie lange stehen Sie noch auf der Bühne?

Bis am 22. März 2042. Dann bin ich 82 Jahre alt und stehe ein Jahr länger auf der Bühne als mein Vater.

Was machen Sie nach der Pensionierung?

Pension? Was ist das?

Nerven Sie diese Fragen?

Nein. Das waren anständige Fragen.

Möchten Sie noch etwas loswerden?

Ich möchte mich bei allen, die mich irgendwie unterstützt haben, bedanken. «Vergälts Gott viel tüsig Mal.»

Walter Bellwald

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