Naters | Einsprachen sind noch hängig

Restaurant zur Linde soll wieder eröffnet werden

Nächstes Jahr soll das Restaurant zur Linde den Betrieb wieder aufnehmen.
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Nächstes Jahr soll das Restaurant zur Linde den Betrieb wieder aufnehmen.
Foto: RZ

Quelle: 1815.ch 0

Naters Jahrelang blieb das Restaurant zur Linde in Naters geschlossen. Jetzt soll das traditionsreiche Lokal umgebaut und im nächsten Jahr wieder eröffnet werden. Allerdings sind gegen das Vorhaben Einsprachen eingegangen.​

Es gab Zeiten, da gehörte die «Linde» zu den am besten florierenden Beizen in Naters. Im alten Dorfteil unweit der Natischer Pfarrkirche gelegen, fanden dort nach den Beerdigungen praktisch sämtliche Leichenmahle statt. Doch der Zahn der Zeit nagte am Traditionslokal. Im Laufe der Jahre sammelte sich erheblicher Reno­vationsbedarf an, was vor rund zehn Jahren zur Schliessung führte. Die weitere Zukunft des Restaurants blieb ungewiss. Ein Teil der Lie­genschaft, zu der unter anderem auch das «Kunsthaus zur Linde» gehörte, wurde in der Zwischenzeit in Eigentumswohnungen umgebaut. Jetzt soll die einstige Quartierbeiz zu neuem Leben erweckt werden. «Mir schwebt das Konzept einer ‹Genussmanufaktur› vor», sagt Gianni Iacopino, der das Lokal gekauft hat. «Ich habe dafür lange eine passende Lokalität mit viel Geschichte gesucht.» Mit der unter Denkmalschutz stehenden Linde glaubt Iacopino jetzt fündig geworden zu sein. Während der Woche will er Apéros sowie Easy Lunch anbieten und eine richtige Kaffeekultur. An den Wochenenden ist in der kleinen Gaststube mit Schauküche dann Erlebnisgastronomie im «Tavolata-Stil» angesagt. Dazu soll im Untergeschoss in den ­ehemaligen Kellerräumlichkeiten ein kleiner Delikatessenladen eingerichtet werden. Daneben will Weinfachmann Iacopino in der «Linde» auch Degustationen und Schulungen rund ums Thema Wein organisieren.

Einsprachen hängig

Zuerst muss aber renoviert werden. Die Umbauarbeiten würden voraussichtlich zwei Monate lang dauern, schätzt Iacopino. Die Eröffnung ist für den 1. Februar 2020 vorgesehen. Allerdings sind noch Einsprachen hängig. «Die Einsprecher haben wohl Bedenken wegen den im Amtsblatt publizierten langen Öffnungszeiten», glaubt ­Iacopino. Bei den erwähnten Öffnungszeiten handle es sich aber um einen «formalen» Wert, damit der Gastgeber flexibel bleibe: «An zwei ­Tagen pro Woche ist das Lokal sicher geschlossen, und an den Wochenenden werde ich nur in Ausnahmefällen wie publiziert bis morgens um 1.00 Uhr offen haben.» Ausserdem stehe das Gesuch um Betriebsbewilligung in Einklang mit den entsprechenden Vorschriften der Gemeinde. Deshalb ist Iacopino zuversichtlich, betreffend Einsprachen eine gute Lösung zu finden.

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