Standpunkt | Einführung Lehrplan 21

Die Schule braucht grössere Reformen

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«Liebe Eltern. Der Lehrplan 21 baut auf Bewährtem auf und berücksichtigt neue Entwicklungen. Ziel ist die beste Förderung der Schülerinnen und Schüler.» Mit diesen Worten wirbt der Kanton Wallis in einem an die Eltern verteilten Faltprospekt für den Lehrplan 21. Mit der Einführung des neuen Lehrplans werden die 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone der Schweiz einen gemeinsamen Lehrplan haben. «Dieser krempelt die Schule nicht um, sondern harmonisiert die Ziele», heisst es darin weiter. So weit, so gut.
Aufgrund von gesellschaftlichen Entwicklungen mussten sich die Schulen in der Vergangenheit immer wieder anpassen und werden dies auch in Zukunft weiter tun müssen. Die Einführung des neuen Lehrplans per nächstem Schuljahr ist ein weiterer Schritt dazu und ist darum auch zu begrüssen. Doch ist diese Neuerung, mit welcher Schüler beim Lernen an das Vorwissen anknüpfen und dieses weiterentwickeln können, im Kern tatsächlich das Gelbe vom Ei? Davon (und von der Schule im Allgemeinen) sind aber offenbar längst nicht alle Eltern überzeugt. Denn nicht umsonst haben Privatschulen immer mehr Zulauf, welche den Fokus auf vermehrte individuelle Föderung und das spezifische Eingehen auf die Schwächen und Stärken des einzelnen Kindes setzen. Zugegeben: Das ist personalintensiv und aufgrund der überschaubaren Anzahl Kinder in einer Privatschule leichter zu bewerkstelligen.
Deshalb gilt: Anstelle Millionen in eine allfällige olympische Kandidatur zu stecken, deren Nachhaltigkeit mehr als fragwürdig ist, muss zwingend vermehrt Geld und Energie in die Zukunft der Kinder und unserer nächsten Generation investiert werden. Damit Kinder noch Kinder sein dürfen und auf ihrem eigenen individuellen Weg sich zu wertvollen Menschen entwickeln können. Und nicht, dass die Schule nur dazu dient, der Wirtschaft leistungsfähige Maschinen heranzuzüchten!

Peter Abgottspon

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Kommentare

  • Werner Jordan, Glis - 20

    Genauso sehe ich das, Herr Abgottspon. Sparen in den Schulen - und ein Grossereigniss, nämlich die Olympiade, solls dann richten und unsere Jugend ach so glücklich machen? Wie nachhaltig ist das denn? Investieren wir mehr in die Schule, das ist NACHHALTIG.

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