Politik | Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen

Donald Trump empfängt Bundespräsident Ueli Maurer

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Donald Trump empfängt Bundespräsident Ueli Maurer
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

US-Präsident Donald Trump will überraschend den Schweizer Bundespräsidenten Ueli Maurer im Weissen Haus empfangen. Dies teilten Maurers Finanzdepartement sowie das Aussendepartement EDA in einer Medieninformation in der Nacht auf Donnerstag mit.

Die Schweizer Behörden bestätigten damit Medienmeldungen von Tamedia vom Mittwochabend. Laut dem offiziellen Communiqué reist Maurer bereits am heutigen Donnerstag nach Washington und trifft sich mit US-Präsident Trump.

Die Zusammenkunft sei auf Einladung des US-Präsidenten erfolgt. Sie sei bereits am WEF 2019 geplant gewesen, aber wegen des "Shut-Downs" in den USA und der damit verbundenen Reiseabsage Trumps nach Davos nicht zustande gekommen.

Während des nunmehr anvisierten Treffens sollen bilaterale Themen erörtert werden, hiess es weiter in der Medieninformation. Unter anderem besprächen die beiden Präsidenten die Möglichkeit für Verhandlungen zwischen der Schweiz und den USA über ein Freihandelsabkommen.

Mit dem Besuch in Washington trifft Maurer innert kurzer Zeit erneut einen der ranghöchsten Politiker der Welt. Das ist erstmalig in der Schweizer Geschichte. Ende April hatte Maurer bei einem Staatsbesuch in Peking den chinesischen Präsidenten Xi Jingping getroffen. Die beiden Länder führten Dialoge in rund dreissig Bereichen, darunter Finanz- und Steuerthemen und Menschenrechte.

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Die "Charming young lady" und der "Vice President of Switzerland"

Ueli Maurer ist der erste Bundespräsident, aber nicht der erste Bundesrat im Oval Office. 1990 und 1988 etwa absolvierte Jean-Pascal Delamuraz dort Stippvisiten und davor genossen "Charming young lady" Elisabeth Kopp und "Vice President" Kurt Furgler dieses Privileg.

Für Kopp kam die Einladung von Ronald Reagan 1987 wie jetzt diejenige Trumps für Ueli Maurer unerwartet. Die Justizministerin war nach Washington gereist, um nach der gescheiterten Entführung von Marc Rich durch zwei US-Polizisten dafür zu sorgen, dass sich die USA künftig an den Rechtsweg hielt.

"Es gab zähe - und erfolgreiche - Verhandlungen mit dem US-Justizminister", berichtete die erste Schweizer Bundesrätin später der Zeitschrift "Zeitlupe". "Völlig überraschend lud mich dann der Präsident, der sonst nur Staatsoberhäupter empfängt, für eine Viertelstunde ins Oval Office ein."

Es sei schon etwas sehr Spezielles gewesen, im Zentrum der Macht zu stehen. "Ronald Reagan war warmherzig und charmant. Dazu auch gut gebrieft". In seinen Memoiren bezeichnete er Kopp seinerseits als "Charming young lady".

 

Ein Sackhegel für den Präsidenten

Knapp vier Jahre vor Kopp, am 3. Februar 1984, hatte Reagan schon den "Vice President" Kurt Furgler empfangen. Davon existiert sogar ein Youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=ZsPXITz0klk - ab Minute 3:53. Furgler liess dem US-Präsidenten ein Schweizer Armee-Messer überreichen. "Es enthält fast alles ausser dem Kochherd", scherzte Furglers Begleiter.

Ein Jahr später gab es ein Wiedersehen zwischen den beiden "Staatsoberhäuptern". Am 19. und 20. November 1985 traf sich der US-Präsident in Genf mit dem sowjetischen Generalsekretär Michail Gorbatschow. Furgler holte Reagan am 18. November vom Flugzeug ab. "President Reagan and President Furgler then participated in a bilateral meeting", lautet der zugehörige Eintrag in den "Public Papers of the Presidents of the United States: Ronald Reagan".

Der bisher letzte Bundesrat im Oval Office war 1992 Aussenminister René Felber - allerdings in seiner Funktion als Vorsitzender des Europarates und nicht als Schweizer Bundespräsident. sda

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