Migration | Untertauchen in Grossstädten

Illegale Einreise von Flüchtlingen aus der Schweiz zurückgegangen

Die meisten Menschen sind im vergangenen Jahr in Zügen, Bahnhöfen und Fernbussen aufgegriffen worden.
1/1

Die meisten Menschen sind im vergangenen Jahr in Zügen, Bahnhöfen und Fernbussen aufgegriffen worden.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

2018 sind weniger Flüchtlinge unerlaubt über die Schweiz nach Baden-Württemberg gereist als noch im Jahr zuvor. Insgesamt seien 3716 Menschen im Südwesten aufgegriffen worden, die illegal über die Schweizer Grenze kamen.

Dies teilte eine Sprecherin der deutschen Bundespolizeidirektion in Stuttgart in der Nacht auf Freitag mit. Im Jahr zuvor seien es noch 5127 Menschen gewesen. Nach Angaben der Beamten stammen die Flüchtlinge überwiegend aus Nigeria, Eritrea, Gambia, Somalia und Marokko.

Die meisten Menschen seien in Zügen, Bahnhöfen und Fernbussen aufgegriffen worden, hiess es bei der deutschen Bundespolizei weiter. Vor allem illegale Einreisen auf Güterzügen hatten im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt - so waren beispielsweise im April 2018 bei Lörrach in einem Güterzug aus Italien gleich mehrere Flüchtlinge entdeckt worden. Die 14 Männer und zwei Frauen hatten der Polizei zufolge längere Zeit bei Minusgraden in den Containern ausgeharrt.

Für Aufregung in der Grenzregion sorgt derzeit ein Asylzentrum in der Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen, das im März eröffnet wurde. Dort sollen rund 310 Flüchtlinge untergebracht werden, denen eine Ausweisung bevorsteht. Der Konstanzer Landrat Frank Hämmerle befürchtet, dass abgelehnte Asylbewerber vermehrt nach Deutschland kommen und dort untertauchen könnten.

Aufgrund von Erfahrungen aus einem anderen Schweizer Ausreisezentrum sei zu erwarten, dass etwa 60 Prozent der Ausreisepflichtigen verschwinden werden, teilte Hämmerle in einer Stellungnahme weiter mit. "Ziel der illegalen Grenzüberschreiter wird sicher nicht die Stadt Konstanz oder der Landkreis Konstanz sein. Vielmehr werden diese Personen in Deutschland in den Ballungszentren bei Landsleuten untertauchen."

Dies werde die Sicherheitslage im deutschen Bundesgebiet verschlechtern. Er erwarte von der Politik, dass die deutsche Bundespolizei vorübergehend Grenzkontrollen an diesem Grenzabschnitt durchführen dürfe. "Denn nur dann können die Beamten auch Zurückweisungen vornehmen."

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login
Corona Infoseite

Wallis: Abgesagt oder verschoben wegen Corona

Veranstaltungen

Heute im WB

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Kolumne | Diese Woche zum Thema:

Offene Fragen zur Corona-Pandemie

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben bis auf weiteres im Walliser Bote.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Oberwalliser Baby-Galerie

Luca Elia HessLuis FuxJulian Willisch
zur Baby-Galerie
Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

1815.märt - Jetzt inserieren

Hier können Sie Ihre Inserate direkt, günstig und flexibel im Walliser Bote und der Rhone Zeitung aufgeben.

Rotten Verlag News

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31