Bildung | Goms und Obergoms informieren Bevölkerung über neusten Stand

Langfristige Sicherung des Schulstandorts

Rundum-Angebot. Im Goms strebt man eine professionelle Ganztagsbetreuung an.Symbolbild Keystone 
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Rundum-Angebot. Im Goms strebt man eine professionelle Ganztagsbetreuung an.Symbolbild Keystone 
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Goms | Mit der Umsetzung einer gemeinsamen Tagesschule Münster sichern die Gemeinden Goms und Obergoms ihren Schulstandort langfristig. Bereits ab dem nächsten Sommer werden alle Kindergärtner und Primarschüler in Münster unterrichtet. In den Folgejahren soll der Schulstandort mit weiteren Massnahmen aufgewertet werden.

Martin Schmidt

Das Thema betrifft mittlerweile zahlreiche Gemeinden im gesamten Oberwallis: Wegen rückläufiger Schülerzahlen stehen viele Schulstandorte vor der Herausforderung, den Unterricht auch in Zukunft gewährleisten zu können. Hauptverantwortlich dafür sind Abwanderung, demografische Entwicklung und geburtenschwache Jahrgänge. Ein Problem, das mittlerweile nicht mehr nur die Seitentäler betrifft, sondern auch im Talgrund angelangt ist. So ist auch in der Gemeinde Agarn der Unterricht auf Stufe Kindergarten für die kommenden Jahre nicht mehr gesichert. Die Schülerzahl reicht nicht aus, damit eine Kindergartenklasse zusammengestellt werden könnte. Die Verantwortlichen suchen nach Lösungen. Dabei müsse auf jeden Fall regional gedacht werden. «Es liegt im Interesse aller Beteiligten, die Schulen in den einzelnen Gemeinden aufrechtzuerhalten. Nur so können die Attraktivität der Gemeinden und Stellen der Lehrpersonen gesichert werden», wurde die Bevölkerung jüngst im gemeindeeigenen Mitteilungsblatt informiert. Man strebe eine langfristige Lösung an, heisst es weiter.

Steigerung der Attraktivität

Eine solche hat man inzwischen im Obergoms gefunden. Derzeit führen die beiden Gemeinden Goms und Obergoms noch je einen Kindergarten und eine Primarschule. Mit dem Zusammenlegen mehrerer Stufen hätte man die Standorte kurzfristig beibehalten können, sagt Daniel Garbely, Gemeinderat Obergoms. «Doch wir haben nach einer langfristigen Lösung gesucht.» Ab dem Schuljahr 2019/2020 werden alle Schulklassen der beiden Dörfer am derzeit bereits gemeinsam geführten Orientierungsschulstandort unterrichtet. Die Kindertagesstätte und die Spielgruppe werden bereits ab Februar 2019 integriert. Mit dieser Lösung soll der Schulstandort im Obergoms nicht bloss am Leben erhalten werden, sondern nachhaltig an Attraktivität hinzugewinnen, so der Plan. Die Implementierung der zusätzlichen, neuen Angebote bezüglich Betreuung, Sport und Kultur ist schliesslich für das Schuljahr 2020/2021 vorgesehen.

Rückmeldungen der Eltern

Die Bevölkerung wurde erstmals im Mai über die Pläne informiert und konnte sich anschliessend bei einer Befragung einbringen. Am Freitagabend wurde nun das fertig ausgearbeitete Konzept präsentiert. In dieses sind die Rückmeldungen aus der Elternbefragung miteingeflossen. «Die Rückmeldungen der Eltern zu den diversen Leistungen wie Mittagstisch, zu den zusätzlichen Angeboten oder auch zu den Blockzeiten waren für uns ausgesprochen aufschlussreich und bestätigen die Zielsetzung der Gemeinde», schreibt Mar-
grit Imsand, Direktorin der Primarschule und Orientierungsschule Münster, in einer Mitteilung an die Medien. Schliesslich wolle man mit der offenen Tagesschule einen Betreuungsservice mit Transport, Schulunterricht, Mittagessen, Freizeitaktivitäten und Aufgabenhilfe bieten, der sowohl Kindern von alleinerziehenden Müttern und Vätern sowie Kindern, deren Eltern beide berufstätig sind, eine professionelle Ganztagsbetreuung gewährleistet.

Man erhofft sich, mit diesen Massnahmen Argumente zu liefern, die zukünftig wieder zu einer Zuwanderung von Familien führen.

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