Verkehr | Politik will Antworten rund um Bombardier-Pannenzug

Verkehrskommission verlangt Untersuchung zum Pannenzug

Diskussionsbedarf. Die neuen Doppelstock-Züge der SBB sorgen weiterhin für Ärger. Jetzt werden sie zum Politikum.
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Diskussionsbedarf. Die neuen Doppelstock-Züge der SBB sorgen weiterhin für Ärger. Jetzt werden sie zum Politikum.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Nun befasst sich die Politik mit dem Bombardier-Pannenzug: Am Montag hat die Verkehrskommission des Nationalrats (KVF) die Verantwortlichen des Zugbauers und der SBB angehört. Sie verlangt vertiefte Abklärungen.

Die KVF habe die Geschäftsprüfungskommission (GPK) gebeten, Untersuchungen zur Governance und zu den finanziellen Risiken durchzuführen, sagte Kommissionspräsidentin Edith Graf-Litscher (SP/TG) vor den Bundeshausmedien. Die beteiligten Unternehmen habe sie aufgefordert, Schuldzuweisungen und Prestigefragen hinten anzustellen und konstruktiv an Lösungen mitzuarbeiten.

Zwölf der neuen Doppelstockzüge FV-Dosto sollten seit Dezember im fahrplanmässigen Betrieb eingesetzt werden. Wegen technischer Probleme ist dies aber nur eingeschränkt möglich. Über den derzeitigen Einsatz und den Stand der Problemlösung wollen SBB und Bombardier am Montagnachmittag informieren.

Graf-Litscher geht davon aus, dass die Probleme aufgetreten sind, weil wegen Verspätungen bei der Auslieferung zu wenig Versuche und Testfahrten durchgeführt werden konnten. Deswegen träten nun Kinderkrankheiten und Softwareprobleme bei den Zügen auf.

«Diese müssen jetzt gelöst werden», sagte Graf-Litscher. Die Unternehmen seien sich einig, dass die Probleme technischer Natur seien und auch technisch gelöst werden könnten. Der Ball liege in erster Linie bei ihnen, in zweiter Linie beim Bundesrat und bei den Aufsichtsbehörden.

Insgesamt hatten die Mitglieder der KVF vorab 54 Fragen zu den Problemen mit den neuen Doppelstock-Zügen gestellt. Diese waren von den Unternehmen schriftlich beantwortet worden. Fragen gab es unter anderem zu Entschädigungszahlungen. Dazu konnte die Kommissionspräsidentin keine Auskunft geben. Die Unternehmen seien nicht verpflichtet, Zahlen offenzulegen, sagte sie.

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