Wahlen 2015 | gfs-Wahlbarometer prognostiziert BDP-Verlust

Wahlbarometer: SVP erhält die meisten Stimmen - BDP verliert

gfs.bern-Chef Longchamp geht von BDP-Verlusten aus (Symbolbild)
1/1

gfs.bern-Chef Longchamp geht von BDP-Verlusten aus (Symbolbild)
Foto: Keystone

Quelle: SDA 31.03.15 0
Artikel teilen

Rund sieben Monate vor den eidgenössischen Wahlen setzen die Wahlberechtigten auf Stabilität. Wäre am 13. März gewählt worden, hätten 26,2 Prozent die SVP gewählt und 19,6 Prozent die SP. Die Anteile der Parteien verteilen sich in etwa gleich wie 2011.

Das zeigt das neuste Wahlbarometer, das das Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag der SRG SSR erstellt hat. Die Befragung von 2017 Stimmberechtigten sei keine Prognose für den 18. Oktober 2015, sondern messe die aktuellen Parteistärken. Der Stichprobenfehler liege bei plus/minus 2,2 Prozent.

Auf und Ab bei BDP und GLP

Die Veränderungen lägen im Unsicherheitsbereich von Wählerumfragen, schrieb gfs.bern. Am sichersten sei, dass der Wähleranteil von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpfs BDP schrumpfen werde. Nach einem Hoch von 7,5 Prozent im Herbst 2013 erreicht die BDP noch 4,6 Prozent. 2011 wählten 5,4 Prozent die BDP.

Die zweite junge Schweizer Partei, die GLP, hat ein ähnliches Auf und Ab hinter sich: Sie hatte ihr Hoch von 7,3 Prozent im September 2014. In der neusten Befragung ging ihr Wähleranteil dann auf 5,6 Prozent zurück. 2011 erreichte sie 5,4 Prozent.

Verloren haben gegenüber 2011 auch die Grünen: Ihr Wähleranteil sank auf 7,5 Prozent (Wahlen 2011: 8,4 Prozent). Den grössten Wähleranteil hält mit 26,2 Prozent nach wie vor die SVP (26,6). Dahinter folgt mit 19,6 (18,7) Prozent Wähleranteil die SP.

Aufwärts zeigt nach einem Tief im Herbst 2013 die Kurve der FDP: Wäre am 13. März gewählt worden, hätte sie 16,3 (15,1) Prozent der Stimmen erhalten. Sie positioniert sich damit vor der CVP, die auf 11,8 (12,3) Prozent Wähleranteil gekommen wäre.

Möglicher Stimmungswandel

Die FDP sei für Wechselwähler wieder attraktiv geworden, schrieben die Autoren der Befragung. Sie attestieren den Freisinnig-Liberalen, ihre Probleme mit der Mobilisierung weitgehend neutralisiert zu haben. Auch die SP profitiert von Wechselwählern.

Damit zeigen die Wahlbarometer einen möglichen Stimmungswandel an: Im Herbst 2013 hatte die Umfrage noch einen Trend zu BDP und GLP auf Kosten der bürgerlichen Traditionsparteien ergeben.

Die von der SVP bearbeiteten Themen Migration und Europa haben für die Befragten die weitaus grösste Bedeutung. Doch gfs.bern sieht für die SVP ein Mobilisierungsproblem. Die Schwäche habe sich aber zwischenzeitlich reduziert, hält das Institut fest. Bei der BDP dagegen habe sich dieses Problem eher verschärft.

Migration und EU wichtigste Themen

Wichtigste Themen nach Einwanderung und Europa sind Umwelt - hier werden die Grünen als weitaus kompetenter angesehen als die GLP -, Arbeitslosigkeit, Gesundheit und soziale Sicherheit. Erst dahinter kommen die Themen Energie und Familie.

Weit mehr Wählende trauen der SVP Lösungen im Themenkreis Einwanderung zu als beim Themenkreis Europa, EU, Eurokrise und Bilaterale Verträge. Bei diesem Thema liegt die SP in Sachen Kompetenz vor der SVP. Beim Themenkreis EU sind die Erwartungen an die FDP indes ebenso hoch wie an die SP.

Fast jede dritte befragte Person beantwortete die Frage, welche Partei am meisten zu Lösungen beim Thema EU beitragen könne, nicht, oder sprach keiner Partei besondere Kompetenzen zu. Beim Thema Arbeitslosigkeit werden von der SVP und der SP in gleichem Mass Beiträge zu Lösungen erwartet.

Gesundheit: Erwartungen an die CVP

Fast jeder zweite Befragte tat dies beim Thema Gesundheit. Rund jede vierte Person bezeichnete erstmals die CVP als jene Partei, die in Gesundheitsfragen am ehesten zu Lösungen beitragen könne. Doch 40 Prozent erwarten Lösungen von keiner bestimmten Partei.

Die Aufhebung des Mindestkurses von Fr. 1.20 pro Euro wird mehrheitlich unterstützt. Insgesamt hielten 56 Prozent der Befragten den Verzicht auf den Mindestkurs für richtig. 27 Prozent beantworteten diese Frage nicht. Mehr als die Hälfte der Befragten fand, der Verzicht auf den Mindestkurs schade der Exportwirtschaft.

Zu äussern hatten sich die Befragten auch zu den Parteipräsidenten. Am glaubwürdigsten war für sie wie schon in der Umfrage vom vergangenen Herbst CVP-Präsident Christophe Darbellay. Dahinter folgt ebenfalls wie bisher SP-Präsident Christian Levrat, danach FDP-Präsident Philipp Müller und SVP-Präsident Toni Brunner.

Brunner holte im Vergleich zum Herbst 2014 deutlich auf und verkleinerte den Abstand zu Müller. Als am wenigsten glaubwürdig beurteilt wurden Adèle Thorens und Regula Rytz, die Co-Präsidentinnen der Grünen. Das liege daran, dass die beiden Frauen zu wenig bekannt seien, schrieb gfs.bern dazu.

31. März 2015, 17:03
Artikel teilen

Artikel

Kommentare

Noch kein Kommentar

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login
Corona Infoseite

Wallis: Abgesagt oder verschoben wegen Corona

Veranstaltungen

  • Hier ansehen.
  • Newsticker
  • Meistgelesen
  • 20:00 Ab morgen ein neues News-Portal für das Oberwallis
  • 19:45 Polizei löst Party auf
  • 17:00 Eine Region – ein News-Portal
  • 16:21 Update: Flächenbrand in Törbel verläuft glimpflich
  • 12:47 Staubtrockene erste Aprilhälfte
  • 09:58 Türkischer Präsident Erdogan lehnt Rücktritt seines Innenministers ab
  1. «Wir mussten aus Paraguay fliehen»
  2. Wahlbetrug: Wann löst die Staatsanwaltschaft das Rätsel auf?
  3. Fotografen zelten fürs perfekte Bild illegal am Stellisee
  4. 20 Prozent mehr Jet-Flüge am Militärflugplatz Emmen
  5. Die höchstgelegene Käserei
  6. «Der Beruf ist abwechslungsreicher, als viele denken»
Aktuelle Verkehrsmeldungen

Kolumne | Diese Woche zum Thema:

Offene Fragen zur Corona-Pandemie

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben bis auf weiteres im Walliser Bote.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Oberwalliser Baby-Galerie

Valentina Heidi StuderMelina BellwaldOskar Derk Ottenkamp
zur Baby-Galerie
Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

    Täglich informiert mit dem WB-Newsletter!
  • Jetzt registrieren unter: www.1815.ch/newsletter

1815.märt - Jetzt inserieren

Hier können Sie Ihre Inserate direkt, günstig und flexibel im Walliser Bote und der Rhone Zeitung aufgeben.

Logo WalliserBote
  • Walliser Bote - Stellen
  • Walliser Bote - Immobilien
  • Walliser Bote - 5 Liber
  • Walliser Bote - Fahrzeuge
  • Walliser Bote - Diverses
  • Walliser Bote - Erotik
Logo Rhonezeitung
  • Rhone Zeitung - Inserate
  • Rhone Zeitung - 5 Liber
  • Rhone Zeitung - Baby Galerie - Kostenlos

Publikationen 2020

  • WB Publikationen 2020 [PDF]
  • RZ Publikationen 2020 [PDF]
Tweets von @1815_online
Rotten Verlag News

Kultur Wallis

    mehr

    Kursangebote

    Fehler beim laden der XML Datei

    mehr

    Das Walliser Erlebnismagazin

    Bergluft

    • Bergluft Nr. 30 [PDF]
    • Bergluft Nr. 29 [PDF]
    • Bergluft Nr. 28 [PDF]
    • Bergluft Nr. 27 [PDF]
    • Bergluft Nr. 26 [PDF]
    • Bergluft Nr. 25 [PDF]
    • Bergluft Nr. 24 [PDF]
    • Bergluft Nr. 23 [PDF]
    Wahlbarometer: SVP erhält die meisten Stimmen - BDP verliert | 1815.ch
    • Login
    • ePaper
    • Babies
    • Umfragen
    • Videos
    • Bilder
    • Wetter
    • Suchen
    • 1815 Märt
    • Abo
    • Werbung
    • Newsletter
    • Impressum
    • Kontakt
    • Leser-Reporter
    Mengis Gruppe: Pomona Media AG
    Rotten Verlags AG
    Alpmedia AG
    1815.ch
    Wetter-Cam
    : °/°
    • Login
    • Abo
    • Werbung
    • Newsletter
    • Kontakt
    • Leser-Reporter
    • Babies
    • Umfragen
    • Bilder
    • Videos
    • Sie sind hier:
    • Home
    • News
    • Schweiz
    • Politik
    • Wahlbarometer: SVP erhält die meisten Stimmen - BDP verliert

    Sitemap

    Impressum

    NEWS

    • Wallis
    • Schweiz
    • Ausland
    • Sport

    ABONNEMENTS

    • Aboservice
    • Alle Aboangebote
    • Probeabo
    • Ferienumleitung
    • Adresse ändern

    VERLAG & SERVICES

    • Regio Info
    • RSS
    • Werbung
    • Tarifdoku: WB, RZ, 1815

    MENGIS GRUPPE

    Pomonastrasse 12
    3930 Visp
    Tel. +41 (0)27 948 30 30
    Fax. +41 (0)27 948 30 31
    • Kontakt

     

    • Mengis Druck und Verlag AG
    • Rotten Verlags AG
    • Alpmedia AG

    © 2026 Mengis Druck und Verlag AG - Alle Rechte vorbehalten | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung | AGB Abo | AGB Werbung | AGB 1815.club | AGB Rotten Verlags AG

    Website by update AG, Zürich