Schiessen | Abschluss des ESF 2015
Der letzte Akt
Gruppenbild. Das ESF-Komitee zusammen mit dem WSSV-Vorstand.
Foto: zvg
Die über 350-jährige Schützenlaube in Visp war ein würdiger Ort, um den letzten, wirklich allerletzten Akt des 57. Eidg. Schützenfestes im Raum Visp/Raron würdig zu zelebrieren.
«Hauptakteure» waren das OK des ESF unter der Ägide von Christophe Darbellay und das Komitee des Walliser Schiesssport-Verbandes WSSV unter Hugo Petrus. Gastgeber war die Schützenzunft Visp, welche die 1664 errichtete Schützenlaube mit den über 120 Wappen der Schützenbrüder zur Verfügung stellte.
Der Apéro wurde auf dem Gelände des allerersten «richtigen» Schiessstandes der Visper direkt neben der Schützenlaube kredenzt und es kam auch zu einem denkwürdigen Konterfei, nämlich einem Foto des ESF-Komitees zusammen mit dem Vorstand des WSSV. Das wäre während der Dauer des ESF schlichtweg unmöglich gewesen, so verschieden waren die Aufgaben und Arbeitsorte der zwei Komitees.
Hugo Petrus begrüsste die eingeladenen Erschienenen und liess nochmals das ganze Fest Revue passieren: Von der ersten Machbarkeitsstudie im Jahr 2010/11 bis hin zum Absenden vor einem Jahr in Visp und der Geduldsarbeit, bis auch die letzte Gabe von ihrem Gewinner abgeholt wurde. Die Reden fielen kurz aus, auch jene von OK-Präsident Darbellay, der feststellte, dass das Festgelände des ESF «vom Mais zurückerobert worden sei», dass aber neue Pflanzen im Schweizer Schiesssport aufblühten wie eine Heidi Diethelm-Gerber mit ihrer fantastischen Bronzemedaille mit der Sportpistole und dem Diplom der KK-Schützin Nina Christen in Rio. Diese Medaille wird vielleicht sogar nachhaltiger sein, was den Nachwuchs und den Stellenwert des Schiesssports betrifft, als dass es das ESF im Wallis bewirken konnte. Am ESF 2015 nahmen ja vor allem Schützen teil, die diesen Präzisionssport schon seit vielen Jahren ausüben. Dennoch, und das spürte der Zuhörer bei beiden Rednern heraus, wird der Schiesssport in Helvetien wohl immer eine Randsportart bleiben, in der sich aber immerhin 90000 Lizenzierte ein halbes Leben zu Hause fühlen.
fp








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