Bergrettung | Zwei Bergsteiger mussten bei schlechtem Wetter auf 3'700 Metern übernachten

Air Zermatt mit 50'000 Rettungen

Am Montag um 6.45 Uhr startete Pilot Lotti Hasler mit seiner Crew zum 50
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Am Montag um 6.45 Uhr startete Pilot Lotti Hasler mit seiner Crew zum 50'000 Helikoptereinsatz der Air Zermatt.
Foto: zvg

Eine Ukrainerin und ein Tscheche erhielten während der Nacht Tipps, um Erfrierungen zu vermeiden.
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Eine Ukrainerin und ein Tscheche erhielten während der Nacht Tipps, um Erfrierungen zu vermeiden.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Seit 1968 fliegt die Air Zermatt Rettungseinsätze im Hochgebirge. Letztes Jahr feierte man das 50-jährige Bestehen. Ein weiteres Jubiläum kam am Montagmorgen hinzu: Zum 50'000 Mal rückte ein Helikopter aus, um Bergsteiger in Not zu retten.

«In der Nacht von Sonntag auf Montag ging um 0.30 Uhr der Alarm via Kantonale Walliser Rettungsorganisation KWRO bei uns ein, dass zwei Bergsteiger am Matterhorn in Not geraten sind», wird Gerold Biner, CEO und Pilot der Air Zermatt, in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert. Bei den beiden Bergesteigern handelte sich um eine Ukrainerin und einen Tschechen.

Die beiden seien am Vortag zur Solvayhütte (4'003 Meter über Meer) aufgestiegen, wo sie übernachteten, um am folgenden Tag den Gipfel des Matterhorns zu besteigen. Aufgrund einer Schlechtwetterfront hätten sie sich schliesslich zur Umkehr entschieden. Aufgrund der Witterungsverhältnisse sei jedoch kein Abstieg mehr möglich gewesen, weshalb die Berggänger auf circa 3'700 Metern über Meer übernachteten. Aufgrund des schlechten Wetters sei auch eine Rettung aus der Luft nicht möglich gewesen. Um ihnen Tipps gegen Erfrierungen zu geben, sei Rettungsspezialist André Imboden während der Nacht mit den beiden Bergsteigern in Kontakt geblieben.

Biner: «Um 6.45 Uhr startete Pilot Lotti Hasler mit seiner Crew (Notarzt Johannes Nolte, Rettungssanitäter Dario Gobba und Rettungsspezialist Imboden) mit dem zweiturbinigen Helikopter Bell429 zu einem ersten Rettungsversuch.» Aufgrund der zu turbulenten Winde musste der Helikopter aber durch eine Single Engine (AS350 B3 Ecureuil) ausgetauscht werden.

«Mit dieser Maschine konnte der Pilot Robert Andenmatten, unterstützt von Imboden und Gobba, das in Not geratene Bergsteigerpaar schliesslich bergen», wird Biner weiter zitiert. Die beiden Alpinisten seien unverletzt, die Frau wurde aber aufgrund leichter Unterkühlung zur Untersuchung ins Spital Visp geflogen. Man sei froh, sei diese 50'000 Rettung so glimpflich verlaufen, denn nicht jede habe ein Happy End.

pd/tma

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