Lastwagenunfall Gamsen | Staatsanwaltschaft stellt Untersuchungsbericht in Aussicht

Biotop präsentiert sich als Schlammloch

Vom einst lebendigen Biotop mit einer Vielzahl verschiedener Tierarten ist nichts mehr übriggeblieben.
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Vom einst lebendigen Biotop mit einer Vielzahl verschiedener Tierarten ist nichts mehr übriggeblieben.
Foto: 1815.ch

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Vom einst lebendigen Biotop mit einer Vielzahl verschiedener Tierarten ist nichts mehr übriggeblieben.
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Die Totalsanierung des Biotops nach der Explosion eines Aceton-Tankers im Januar beim Bildackerkreisel in Gamsen macht Fortschritte. Gleichzeitig will Staatsanwalt Rinaldo Arnold den Bericht zum Unfallhergang demnächst vorlegen.

Seit Anfang April werden aus dem Biotop an der A9 in Gamsen rund vier Millionen Wasser, das nach der Explosion eines Chemie-Lastwagens verschmutzt worden war, abgepumpt. «Die Reinigung mit Aktivkohle ist in den kommenden Tagen abgeschlossen. Das Biotop ist beinahe leergepumpt», kommentiert ASTRA-Sprecher Mark Siegenthaler die Fortschritte der Sanierung. Die Reinigungsanlage erfülle ihre Aufgabe zur Zufriedenheit des ASTRA und in der gewünschten Zeit.

Das Reinigungsprozedere wurde vom Kanton Wallis mitkontrolliert. «Das abgepumpte und gefilterte Wasser, das via Chrottugraben in die Rhone zugeführt wurde, stand unter ständiger analytischer Überwachung. Die Analysen wurden durch ein zertifiziertes Labor durchgeführt», wie Daniel Obrist von der Walliser Umweltbehörde erklärt. «Die vorgegebenen Einleitbedingungen wurden bis jetzt sehr gut eingehalten.»

Übelriechender Teichboden wird abgetragen

Obwohl das Biotop beinahe leergepumpt ist, müssen Anwohner und Werktätige in der Region nach wie vor mit dem Gestank der Chemikalien des explodierten Zisternen-Sattelschleppers aus Italien vorliebnehmen. «Die Giftstoffe haben sich auch im Schlamm im Teichboden abgesetzt», kennt Siegenthaler das Problem.

Mit der Sanierung des Teichbodens, der zweiten Etappe der Totalsanierung, sollte sich das aber bis im Frühsommer ändern. Das ASTRA plant, die Sanierung bis dann abzuschliessen. «Mit der Abtragung des Schlamms kann schon in Kürze begonnen werden. Aktuell werden die letzten Details geklärt, was die Reinigung und Entsorgung des Schlamms betrifft», so Siegenthaler.

Was sagt der Unfallbericht?

Nach wie vor liegen keine Angaben vor, wie es zum folgenschweren Unfall auf der Simplonpassstrasse kommen konnte. «Die Untersuchungen zum Unfall sind abgeschlossen. In dieser Woche ist der Polizeibericht eingetroffen. Nun liegt es an der Staatsanwaltschaft das Verfahren weiterzuführen», sagt Oberstaatsanwalt Rinaldo Arnold auf Anfrage des «Walliser Boten». Arnold geht aber davon aus, dass der Bericht bereits in der kommenden Woche kommuniziert werden kann.

Von grossem Interesse sind die Erkenntnisse zum Unfallhergang auch für die Gemeinden Brig-Glis, Ried-Brig, Termen, Simplon und Zwischbergen. Nach dem Unfall haben deren Präsidenten in einer Eingabe an Bundesrätin Doris Leuthard geeignete Schritte verlangt, um Transporte mit einer Gefährdung für die Bevölkerung zu unterbinden.

Neubeurteilung der Simplonpassstrasse?

In einem Antwortschreiben liess Leuthard Ende März mitteilen, sie habe das Bundesamt für Strassen (ASTRA) angewiesen, nach Vorliegen des definitiven Untersuchungsberichts eine Neubeurteilung der Lage an der Simplonpassstrasse vorzunehmen.

In einem ersten Schritt habe das ASTRA eine kontinuierliche Erfassung des Gefahrengutverkehrs am Simplon mit einer Messanlage veranlasst, die im Sommer installiert wird. Die Gemeindepräsidenten würden nach Vorliegen der Unfalluntersuchung und der ersten Ergebnisse dieser Massnahme vom UVEK in Kenntnis gesetzt.

zen

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