Politik | Christophe Darbellay im Interview mit der «SonntagsZeitung»

«Jetzt ist der Zeitpunkt da, solidarisch zu sein»

Christophe Darbellay äussert sich im Interview mit der «SonntagsZeitung» zu aktuellen Themen. (Archiv)
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Christophe Darbellay äussert sich im Interview mit der «SonntagsZeitung» zu aktuellen Themen. (Archiv)
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch 27.09.15 1
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Zwölf Jahre sass CVP-Chef Christophe Darbellay im Nationalrat, seine letzte Session ist eben zu Ende gegangen. Im Interview mit der «SonntagsZeitung» spricht er über die kommenden Wahlen und die Flüchtlingskrise.

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Wehmütig sei er im Hinblick auf seine soeben zu Ende gegangene letzte Session nicht, erklärt Christophe Darbellay der «SonntagsZeitung». «Bis zum Frühling bleibe ich Parteipräsident. Ich konzentriere mich jetzt auf die Wahlen.» Ein Nachfolger werde am Valentinstag bekannt gegeben.

Am 18. Oktober werde sich entscheiden, ob die Schweiz weiterhin radikalisiert oder ob die ausgleichende Mitte gestärkt werde. «Unser Problem ist, dass die Schweizer Bevölkerung zwar meistens wie wir denkt und abstimmt, aber am Schluss zu wenig CVP wählt. Man ist gegen die SVP und wählt links oder gegen die SP und wählt rechts. Dabei muss die Mitte gestärkt werden», erklärt der Walliser im «SonntagsZeitung»-Interview.

Deshalb heisse es nun, CVP-Sympathisanten zu mobilisieren. «Ich muss der Bevölkerung klar machen, dass der, der CVP wählt, sich für die Rettung der Bilateralen entscheidet, aber gegen einen EU-Beitritt. Wer uns die Stimmt gibt, stimmt für den geordneten Atomausstieg und sicher die AHV.»

«Bei uns herrscht kein Asylchaos»

Zum bestimmenden Wahlkampfthema Flüchtlingskrise meint Darbellay: «Bei uns herrscht kein Asylchaos, obwohl Hunderttausende auf der Flucht sind und nach Europa drängen.» Er räumt ein: «Wir können nicht alle aufnehmen in der Schweiz. Wir wollen jenen Schutz gewähren, die wirklich Schutz brauchen. Alle anderen sollen das Land rasch wieder verlassen müssen. Die Rechten möchten am liebsten eine Mauer um die Schweiz bauen. Ausgerechnet diejenigen, die uns vor der Islamisierung und den Minaretten retten wollten, verschliessen nun die Augen davor, dass 1000 Kilometer entfernt Frauen und Kinder vergewaltigt und geköpft werden, weil sie Christen sind.»

Die Lösungen der CVP: Unterstützung der Hilfe vor Ort, beschleunigte Asylverfahren, Verstärkung des Grenzwachtkorps und Umsetzung bestehender Gesetze und der aktuellen Asylgesetzrevision. «Es ist vielleicht das erste Mal seit dem zweiten Kosovokrieg, dass fast nur echte Flüchtlinge in die Schweiz gelangen. Jetzt ist der Zeitpunkt da, solidarisch zu sein.»

Lobende Worte findet der CVP-Parteipräsident für den Nachbar im Norden: «Diese Flüchtlingspolitik wird Angela Merkel den Friedensnobelpreis einbringen – und schon heute gratuliere ich der Kanzlerin dazu.»

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27. September 2015, 13:00
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Kommentare

  • toine - vor 11 Jahre ↑35↓12

    Die Mitte muss gestärkt werden! Sie bewegen sich doch immer mehr links nur um der SVP eins auszuwischen. Wo bleibt da die Sachpolitik? Sie sind und bleiben ein wischi-waschi Politiker! Ich hoffe nur, dass sie NIE ins Kantonsparlament gewählt werden. Ob nun "fast" nur echte Flüchtlinge in die Schweiz gelangen, wird die Zukunft weisen. Da könnten uns noch ein paar böse Ueberraschungen bevorstehen.

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