Open Air Gampel 2015 | Ein Schweizer Ausnahmetalent auf der White Stage

Gespannt auf das Walliser Publikum

James Gruntz am Samstag am Open Air Gampel
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James Gruntz am Samstag am Open Air Gampel
Foto: 1815.ch

Quelle: 1815.ch /map 0

Er gilt als Schweizer Ausnahmetalent und beeindruckt mit einer markanten Stimme. Am Samstagnachmittag steht James Gruntz am Open Air Gampel auf der Bühne. 1815.ch hatte die Gelegenheit, sich vor seinem Auftritt mit dem Sänger zu treffen.

James Gruntz zählt zu den vielversprechendsten Popmusikern der Schweiz. Mit «Belvedere» hat der 28-jährige Basler im vergangenen Jahr sein drittes Album veröffentlicht. Darauf zu hören ist unter anderem der Ohrwurm «Heart Keep Dancing».

1815.ch: Du bezeichnest dich als eher introvertiert. Wie sieht es mit einem Interview-Termin wie diesem aus: Ist dir das ein wenig unangenehm oder gewöhnt man sich mit der Zeit daran?

James Gruntz: «Man gewöhnt sich daran. Ich habe mich diesbezüglich ein wenig verändert: Früher war ich viel zurückgezogener als heute. In der Zwischenzeit fällt mir das recht leicht.

Meine Musik hingegen mache ich eher für mich. Wenn Songs entstehen, bin ich alleine. Wenn es aber darum geht, diese der Öffentlichkeit zu präsentieren, habe ich weniger Probleme mehr damit.»

Bei der SRF 3 Live Session hast du «Jung verdammt» von Lo & Leduc auf Berndeutsch gecovert. Deine eigenen Songs sind auf Englisch. War Mundart nie ein Thema?

«Nein, es war nie wirklich ein Thema. Weil ich mir schon früher oft CDs mit Blues-Songs angehört habe, war Musik für mich immer Englisch. Daheim hatten wir natürlich auch Mani Matters 'I han es Zündhölzli azündt', aber auch Schalplatten von 'The Lovin' Spoonful'. Englische Musik hat mich ganz einfach mehr fasziniert. Als ich noch kein Englisch konnte, habe ich einfach so getan als ob. Daraus entstand ein komisches Kauderwelsch.

Später habe ich mir schon auch Mundart-Musik angehört und für mich privat auch in Mundart gesungen. Ich hatte dann immer das Gefühl, dass ich entweder wie Ritschi von 'Plüsch' oder wie Kuno Lauener von 'Züri West' klinge. Das fand ich blöd, weil ich mich nicht anhören wollte, wie jemand anderes. Auf Englisch ist mir das leichter gefallen.»

Dein Stil ist mit Blues, Beats, Balladen, minimalistischen Vocal-Songs, eingängigen Pop- und Soul-Stücken sehr vielseitig. In welcher Stilrichtung fühlst du dich am wohlsten?

«Das könnte ich so nicht sagen. Ich mache im Allgemeinen Musik, mit der ich mich wohl fühle, ganz unabhängig von der Stilrichtung. Der Pop-Begriff ist deshalb angenehm, weil er sehr breit ist. Darum bezeichne ich mich auch als Popmusiker.»

Vor ein paar Jahren hattest du einen Auftritt im Briger Kellertheater. Kennst du das Wallis ein wenig?

«Ich bin in Bern geboren und in Biel aufgewachsen. Das Wallis war somit immer näher als Graubünden. Das Lötschental kenne ich relativ gut. Ich war schon sehr oft dort, eigentlich fast jedes Jahr. Wir haben dort sogar einmal ein Unplugged-Album aufgenommen. Auch als ich Songs fürs letzte Album geschrieben habe, verbrachte ich ein paar Tage im Lötschental.

Zermatt kenne ich natürlich. Wir haben dort auch schon Konzerte gespielt. Zermatt und das Matterhorn sind einfach beeindruckend. Viele Wahrzeichen wirken auf Fotos viel grösser und in der Realität erscheinen diese einem dann ein wenig kleiner, als man sie sich vorgestellt hatte. Mit dem Matterhorn ist das ganz anders.»

In wenigen Stunden wirst du auf der Bühne stehen. Was passiert jetzt noch bis dahin?

«Ich habe nun noch ein, zwei Interview-Termine. Danach laden wir das Auto aus, bringen unsere Ausrüstung auf die Bühne und bereiten uns auf den Auftritt vor. Es folgt ein Linecheck und dann gehts auch schon los.»

Was erwartest du vom Publikum am Open Air Gampel?

«Der Slogan in Gampel heisst ja 'iischi Party'. Ich bin gespannt, ob die Besucher eher wegen der Party hier sind oder aus Interesse am Konzert. Das weiss man an Festivals nie so genau.»

Wirst du dir im Anschluss an deinen Auftritt noch andere Konzerte anhören, dich vielleicht sogar unters Festivalpublikum mischen?

«Bei dem Wetter werde ich auf jeden Fall noch ein wenig in Gampel bleiben. Ich muss nur schauen, dass ich den letzten Autozug erwische, um wieder durch den Tunnel zu kommen.»

James Gruntz steht um 15.30 Uhr im Open Air Gampel auf der White Stage.

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