Bildung | Der Staatsrat hat entschieden

Einen Halbtag mehr im ersten Kindergarten

Entscheid. Die Walliser Regierung mit Bildungsdirektor Christophe Darbellay (Mitte).
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Entscheid. Die Walliser Regierung mit Bildungsdirektor Christophe Darbellay (Mitte).
Foto: WB / ANDREA SOLTERMANN

Quelle: 1815.ch /dab 0

Nur die Lektionenzahl der Erstkindergärtner (1H) wird erhöht, von heute 12 auf 16. Und dies erst ab dem Schuljahr 2020/2021. Die Unterrichtszeit im zweiten Kindergarten (2H) bleibt derweil unverändert bei 24 Lektionen die Woche.

Mit diesem Staatsratsentscheid gelangt eine emotionale Debatte im hiesigen Bildungswesen zu einem vorläufigen Ende. Dem zuständigen Staatsrat Christophe Darbellay schwebte zunächst eine Erhöhung vor von 12 auf 16 Lektionen im ersten und von 24 auf 28 Lektionen im zweiten Kindergarten. Zudem wollte der Bildungsdirektor die Reform bereits im kommenden Schuljahr 2019/20 einführen.

Darbellays Pläne, die er 2017 bereits kurz nach seiner Wahl in die Kantonsregierung angekündigt hatte, stiessen in Eltern-Kreisen, aber auch innerhalb der Lehrerschaft auf Widerstand. Nach einer umfassenden Vernehmlassung bei den entsprechenden Verbänden, Schulbehörden und den Gemeinden ist der Staatsrat nun zum Entscheid gelangt, lediglich die Lektionenzahl im ersten Kindergarten (1H) zu erhöhen und jene für den zweiten Kindergarten (2H) unverändert zu halten. Die Umstellung wird denn auch erst ab dem Schuljahr 2020/21 wirksam, heisst es in einer Mitteilung des Kantons, «um diesen Veränderungen Zeit zu geben».

Aus finanzieller Sicht werden die Auswirkungen auf zwei Mio. Franken für den gesamten Kanton berechnet, heisst es weiter, «wovon 70 Prozent der Kanton und 30 Prozent von den Gemeinden getragen werden». Zudem stellt das Bildungsdepartement in Aussicht, die Ressourcen für schulische Mediatoren im ersten Harmos-Zyklus (1H bis 4H) zu erhöhen. Auch die Direktionen der Primarschulen sollen höher dotiert werden, um Schüler mit besonderen Bedürfnissen besser zu unterstützen.

Laut Darbellay soll die Erhöhung der Lektionen den Kindern mehr Zeit für das grundlegende Lernen und die Sozialisation bringen. Zudem sollen sich so Familien besser organisieren können und auch das Berufsbild der Lehrer werde gestärkt, zumal sie auf Stufe Kindergarten nun auf 28 Wochenlektionen und entsprechend mehr Lohn kommen.

dab

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