Bühne Mörel präsentiert

«Einer für Alles»

Die Bühne Mörel führt die Komödie «Einer für Alles» auf.
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Die Bühne Mörel führt die Komödie «Einer für Alles» auf.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Die Bühne Mörel feiert am Freitag Premiere mit ihrem neuen Stück «Einer für Alles», einer Komödie des englischen Theaterautors Alan Ayckbourn.

Die Mitglieder einer Amateur-Operettengesellschaft in einem Städtchen in Südengland haben mit den Proben zur Bettleroper begonnen. Stadträte und Rechtsanwälte, rebellierenden Teenager, laszive Frauen und vernachlässigte Mütter intrigieren und machen krumme Geschäfte, gehen fremd, singen und tanzen und spielen in einem Theaterstück. Guy Jones ist das neue Mitglied der Truppe. Er ist fremd in der Stadt und findet nach einem Vorsingen Aufnahme in diesen illustren Kreis der «Pendons-Amateur-Operetten-Truppe». Zwar springt dabei nur eine kleine Rolle raus, aber ob es dabei bleibt...?

Sir Alan Ayckbourn (*1939 in London) war ursprünglich Schauspieler, bevor er zu «Grossbritanniens populärstem Gegenwartsdramatiker» (The Economist) wurde. Für seine Stücke ist er mehrfach ausgezeichnet worden. Er gilt als Meister seines Fachs, der Komödie und schildert mit viel sprachlichem Charme und bitter-böser Draufsicht alle An- und Unannehmlichkeiten, die die Arbeit an einer solchen Produktion mit sich bringt.

1728 komponierte John Gay Volkslieder und Arien, legte sie mit aktuellen bissigen Texten aus und schuf eine Opernparodie, deren Erfolg echte Opern von den Londonern Bühnen verdrängte: Die Bettleroper, eine Oper für Bettler. 200 Jahre später bediente sich Bertolt Brecht John Gays Bettleroper mit der Geschichte vom noblen Räuberhauptmann Mackie Messer und schuf so die Dreigroschenoper, eine Geschichte gegen den wuchernden Kapitalismus.1984 nahm sich Alan Ayckbourn die Bettleroper noch einmal vor und führte sie in die Gegenwart zurück.

Die Bühne Mörel stellt sich wiederum einer grossen künstlerischen Herausforderung: Nicht nur, dass die Spieler und Spielerinnen schauspielern, sie singen auch sechzehn Originalnummern aus der «Beggars Opera», die von Frederic Austin 1926 bearbeitet wurden. Doch bewährte Künstler, wie Regisseur Mani Wintsch, Schauspielerin Bernadette Wintsch-Heinen, Musiker Martin Gantenbein und Jutta Schönhofer sind Garant für eine spannende und unterhaltsame Inszenierung.

Nach der Premiere vom Freitag, 7. November, steht die Komödie von Alan Ayckbourn im Theatersaal in Mörel bis zum 29. November noch neun Mal auf dem Programm.

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