Lawinenabgang in Reckingen | Verheerendes Unglück vom 24. Februar 1970

Gedenkfeier für die 30 Toten

Gerhard Kiechler, Präsident der Gemeinde Goms, spricht am Gottesdienst.
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Gerhard Kiechler, Präsident der Gemeinde Goms, spricht am Gottesdienst.
Foto: Walliser Bote

Der Kranz zum Gedenken an die 30 Toten wird zur Gedenkstätte gebracht.
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Der Kranz zum Gedenken an die 30 Toten wird zur Gedenkstätte gebracht.
Foto: Walliser Bote

...und an der Gedenkstätte mit der Inschrifttafel mit den Namen der Toten niedergelegt...
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...und an der Gedenkstätte mit der Inschrifttafel mit den Namen der Toten niedergelegt...
Foto: Walliser Bote

Toni und Rosemaria Jerjen: Er verlor beim Unglück seine Mutter, eine Schwester und drei Neffen.
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Toni und Rosemaria Jerjen: Er verlor beim Unglück seine Mutter, eine Schwester und drei Neffen.
Foto: Walliser Bote

Ein ergreifender Moment für die Anwesenden am Sonntagmittag.
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Ein ergreifender Moment für die Anwesenden am Sonntagmittag.
Foto: Walliser Bote

Quelle: 1815.ch 0

Beim Lawinenunglück von Reckingen im Winter 1970 kamen 30 Menschen ums Leben. Nebst 19 Angehörigen der Schweizer Armee fünf Frauen und sechs Kinder. An zwei Gedenkfeiern in der Pfarrkirche von Reckingen wird den Opfern gedacht.

Gerhard Kiechler, Präsident der Gemeinde Goms, richtete am Sonntag am Ende des Gottesdienst das Wort an die Anwesenden. Er sprach über die grosse Trauer und die eingeleiteten Massnahmen zum Schutze der Bevölkerung nach der Katastrophe.

Das Ereignis vom 24. Februar 1970 war gar das schlimmste Lawinenunglück der Schweiz nach 150 Jahren gewesen. Pfarrer Toni Carlen sprach an der Gedenkfeier besonders den Hinterbliebenen seine Anteilnahme aus. Er sprach von der Ohnmacht, von der grossen Trauer, der Angst und Bestürzung: «Das Gedenken an die Toten und die Dankbarkeit für die Überlebenden haben uns hierher zusammengebracht.» Durch das Gebet bleibe man auch 50 Jahre danach mit den Menschen verbunden.

Den Leuten damals war bewusst, dass bei viel Schnee und Wind die Bächital-Lawine gefährlich wird. 1749 hatte dieselbe Lawine das Pfarrhaus verschüttet und drei Geistliche und die Magd getötet. Und wenn man den Honiggistein vom Dorf aus nicht sehen könne, wie damals zwei Tage vor dem Unglück, sei sowieso Gefahr im Verzug, sagten die alten Leute beherzt.

Beim Unglück entstand ebenfalls beträchtlicher Sachschaden: Fünf Dorfbauten wurden zertrümmert. Die Brocken der dreistöckigen Offiziersmesse, die ursprünglich ein Gasthaus war, wurden 300 Meter weit mitgerissen. Den letzten Verschütteten barg man nach vier Tagen.

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