Open Air Gampel 2015 | Christian Pfammatter, offizieller Pressefotograf:

«Ich will echte Emotionen»

Christian Pfammatter im Fotograben in Aktion
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Christian Pfammatter im Fotograben in Aktion
Foto: 1815.ch

Quelle: 1815.ch /map 0

Keiner bekommt am Open Air Gampel wohl so viele Bands zu Gesicht wie er: Als offizieller Pressefotograf steht Christian Pfammatter im Fotograben hautnah bei den Künstlern und drückt pro Tag gut 4000 Mal auf den Auslöser seiner Kamera.

Das Konzert beginnt. Es wird eng im Fotograben. Aber nur während der ersten Viertelstunde, danach muss dieser rasch geräumt werden. Zurück in den Backstage-Bereich: Bilder auswählen, nachbearbeiten und hochladen – im Fall von Christian Pfammatter auf die Open-Air-Gampel-Webseite. Inzwischen ist seit Konzertbeginn gut eine Stunde vergangen. Gleich fängt das nächste an, das Spiel beginnt von Neuem.

So darf man sich den Open-Air-Gampel-Alltag von Christian Pfammatter, seit sechs Jahren einer von zwei offiziellen Pressefotografen des Festivals, vorstellen. Dieses Jahr steht er am Samstag und Sonntag im Einsatz und wird mit dem Schiessen von Konzertfotos und Stimmungsbildern beschäftigt sein. «Pro Konzert entstehen zwischen 200 und 300 Fotos, hinzu kommen die Eindrücke abseits der Konzertbühne. Am Tag kommen so gut 4000 Bilder zusammen», rechnet der Visper Fotograf vor.

Dezente Lichtverhältnisse als Herausforderung

Eine hektische Angelegenheit. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Fotograf bei den Headlinern gerade mal zehn bis fünfzehn Minuten Zeit hat, um seine Arbeit zu verrichten. «Während man bei den unbekannteren Bands eigentlich das ganze Konzert hindurch Fotos schiessen kann, ist dies bei den ‚Grossen’ in der Regel nur während den ersten drei Songs erlaubt», erklärt Pfammatter.

«Das ist nicht immer ganz einfach. Es gibt Bands, die einem das Fotogeschäft da vorne bewusst ein wenig vermiesen, indem sie das Licht sehr dezent halten. Anderseits ist das auch eine Herausforderung: Man muss sich etwas einfallen lassen, ein gutes Auge fürs Experimentieren haben und trotz des Zeitdrucks solide abliefern können.»

Der Hauptgrund für die strikten Bestimmungen: «Am Anfang des Konzerts sehen die Bands noch frisch und vorteilhaft aus. Nach einer Stunde auf der Bühne ist das oft nicht mehr der Fall. Ein weiterer Grund ist aber auch, dass die Festivalbesucher nicht während dem ganzen Konzert das Gewusel von uns Fotografen im Blickfeld haben.»

«Ellbogen-Taktik ist tabu»

Gewusel ist wahrscheinlich das richtige Wort, denn es finden immer mehr Fotografen im Auftrag von verschiedenen Zeitungen und Online-Portalen den Weg nach Gampel und damit in den Fotograben vor der Bühne. Konkurrenzkampf gibt es trotzdem nicht, so Pfammatter. «Die Ellbogen-Taktik ist tabu! Inzwischen kennen wir alle einander ein wenig und respektieren uns. Wenn man sein Foto von einem guten Platz aus geschossen hat, gibt man diesen für den nächsten frei. Da sind wir sehr kollegial.»

Pfammatter ist jedoch nicht nur im Fotograben anzutreffen, sondern auch auf dem Festival-Gelände, abseits der Konzertbühne, wo er verschiedene Eindrücke sammelt. «Ich will dabei Stimmungen einfangen, die das Open Air Gampel ausmachen und nicht irgendwelche unvorteilhaften Situationen abbilden», beschreibt er seine Grundsätze. Auch die Partyfotografie überlässt er lieber anderen. «Ich will echte Emotionen, keine gestellten Bilder.»

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