«Sion 2026» | Kanton Bern rechnet offenbar mit doppelt so hohen Sicherheitskosten

Bewusste Zurückhaltung neuer Zahlen?

Sicherheit. Gemäss einem Bericht der «Sonntagszeitung» wollten Berner Politiker bis zur Abstimmung vom 10. Juni im Wallis bewusst verschweigen, dass sich die Sicherheitskosten im Kanton Bern verdoppeln.
1/1

Sicherheit. Gemäss einem Bericht der «Sonntagszeitung» wollten Berner Politiker bis zur Abstimmung vom 10. Juni im Wallis bewusst verschweigen, dass sich die Sicherheitskosten im Kanton Bern verdoppeln.
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch 1

Für die Sicherheitskosten während der Olympischen Spiele «Sion 2026» ging die Berner Regierung ursprünglich von 10 Millionen Franken aus. Wie die «Sonntagszeitung» nun schreibt, sehen neuste Berechnungen jedoch 20 bis 30 Millionen vor. Die Verdoppelung der Kosten wollten die Politiker laut dem Bericht bewusst verschweigen.

Gemäss der «Sonntagszeitung» rechnet der Standortkanton Bern für die Sicherheitskosten während «Sion 2026» mit doppelt so hohen Sicherheitskosten als zu Beginn kommuniziert. Ursprünglich ging die Berner Regierung von 10 Millionen Franken aus. Gemäss neusten Berechnungen sollen die Kosten jedoch zwischen 20 bis 30 Millionen Franken betragen, schreibt die «Sonntagszeitung».

Der neue höhere Kostenrahmen ist laut dem Bericht an einer vertraulichen Sitzung zwischen den Berner Regierungsräten und den beiden Ständeräten Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) genannt worden.

Pikante Informationspolitik

Die Berner Regierung deutete bereits an, dass die Kosten für die Sicherheit höher ausfallen könnten. Gemäss der «Sonntagszeitung» wurde an der gleichen Sitzung jedoch beschlossen, die höheren Zahlen erst nach der Abstimmung zum Olympiakredit im Wallis am 10. Juni zu publizieren. Grund? Die neuen Berechnungen sollen die matchentscheidende Abstimmung im Wallis nicht negativ beeinflussen.

Wasser auf die Mühlen der Kritiker

Höhere Sicherheitskosten als budgetiert, befürchten indes auch die Olympiagegner im Wallis. Ständerat Stöckli, der gleichzeitig Vizepräsident des Olympiakomitees «Sion 2026» ist, will davon jedoch nichts wissen. Gegenüber der «Sonntagszeitung» erklärte er: «Aus der Tatsache, dass die geschätzten Sicherheitskosten im Kanton Bern nun höher berechnet werden, kann man nicht schliessen, dass sie im Wallis auch teurer werden, weil sie im Wallis eben berechnet und nicht geschätzt worden sind.»

msu

Artikel

Kommentare

  • André Escher, Bern - 647

    Wenn sich der Propaganda-Nebel mal gelichtet hat, kommen die wahren Zahlen an den Tag.

Kommentar

schreiben

Loggen Sie sich ein, um Kommentare schreiben zu können.

zum Login

Artikel

Empfehlungen

Heute im WB

Kolumne | Heute zum Thema «Dogmatiker»

Schlagabtausch zwischen Peter Bodenmann und Oskar Freysinger

Peter Bodenmann und Oskar Freysinger schreiben ab sofort jede Woche in der Rhonezeitung.

RZ | Der ehemalige SP-Schweiz-Präsident und Hotelier Peter Bodenmann und Alt-Staatsrat und [...]

Anmeldung - WB Newsletter

Walliser Bote - Newsletter

In der aktuellen RZ

1815Club Banner

Oberwalliser Baby-Galerie

Matteo GasserRonja LocherSofia von Gundlach
zur Baby-Galerie

Aktuell auf 1815.tv

Ignatia Fux aus St. Niklaus

zum Video
Rotten Verlag News

Ventil | der Walliser Blog

Niemand mag Streber

1815.ch | Unter diesem Motto hat sich die «SonntagsZeitung» gestern zu diesem Typ Mensch geäussert: Zu [...]

Aktuelle Verkehrsmeldungen

Sitemap

Impressum

MENGIS GRUPPE

Pomonastrasse 12
3930 Visp
Tel. +41 (0)27 948 30 30
Fax. +41 (0)27 948 30 31