Open Air Gampel | 30 Anzeigen und acht Verhaftungen von Ausländern

Pyro-Zünder und Trickdiebe stören friedliche Festival-Besucher

Fackelhoch. Am Konzert der Band K.I.Z wurden im Publikum Pyros gezündet.
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Fackelhoch. Am Konzert der Band K.I.Z wurden im Publikum Pyros gezündet.
Foto: 1815.ch

Fackelhoch. Am Konzert der Band K.I.Z wurden im Publikum Pyros gezündet.
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Fackelhoch. Am Konzert der Band K.I.Z wurden im Publikum Pyros gezündet.
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Quelle: 1815.ch 9

Am ersten Festivaltag des 31. Open Air Gampel musste die Kantonspolizei acht Personen verhaften. Und mitten unter den Zuschauern sind während eines Konzerts Pyros gezündet worden, was die Veranstalter strikte verbieten.

Geschätzte 25'000 Musikfans besuchten am ersten Tag des Open Air Festival Gampel am Donnnerstag die Konzerte auf dem Festivalgleände. «Aufgrund der Vorverkäufe erwarten wir auch in diesem Jahr wie schon bei der letztjährigen Jubiläumsausgabe über 100'000 Zuschauer bis am Sonntag», sagt Mediensprecher Oli Imboden auf Anfrage von 1815.ch. «Am Donnerstag herrschte auf dem Gelände eine friedliche Stimmung. Auf dem Sanitätsposten mussten kaum Patienten behandelt werden, was wohl auch damit zusammenhängt, dass die angenehmen Temperaturen vom Donnerstag zu keinen Fällen von Dehydration führten.»

«Leck» im Zaun geortet

Unter das friedliche Partyvolk haben sich aber auch dieses Jahr wieder auf Trickdiebstähle spezialisierte Banden gemischt. «Rund dreissig Anzeigen wegen gestohlenen Handy und Portemonnaies sind am ersten Festivaltag am Donnerstag eingegangen. Insgesamt acht Personen sind in diesem Zusammenhang verhaftet worden. Es handelt sich um zwei Rumänen und sechs Nordafrikaner, die sich zum Teil auch ohne gültiges Ticket aufs Festivalglände geschlichen haben», erklärt Markus Rieder, Sprecher der Walliser Kantonspolizei.

«Das Leck in der Festivalumzäunung, durch das die Nordafrikaner ohne Ticket aufs Gelände gelangten, wurde inzwischen entdeckt und wird nun von den Securitys im Auge behalten», sagt Imboden.

Das Vorgehen der Taschendiebe gleiche jenem der vorangegangenen Jahre. «Die gut organisierten Taschendiebe mischen sich nach Einbruch der Dunkelheit unter die Zuschauer vor den Bühnen. Im Gedränge bemerken Bestohlene nicht, dass ihnen von hinten das Handy und oder der Geldbeutel aus der Hosentasche gezogen wird. Meist lassen die Diebe die Portemonnaies liegen, nachdem sie nur das Notengeld entwendet haben», erklärt der Sprecher der Kantonspolizei. Er empfiehlt Besuchern, gut auf Wertgegenstände zu achten und sie so auf sich zu tragen, dass sie nicht unbemerkt entwendet werden können.

Friedlicher erster Tag

Die verhafteten Personen, die teils in flagranti erwischt oder dann Deliktsgut auf sich trugen, wurden verzeigt und mit einem Zutrittsverbot aufs Festivalgelände belegt. «Gleichzeitig ist aber festzuhalten, dass sich die Zwischenfälle auf die grosse Anzahl Besucher auf einem kleinen Niveau bewegen und es friedlich zu und herging. So wurden auch keine Fälle von Körperverletzungen oder Übergriffen bekannt», betont Rieder.

Präventiv lässt die Polizei in diesem Jahr neben Agenten in Zivil uniformierte Polizisten auf dem Festivalgelände patrouillieren. «So können sich, wenn es dann mal nötig wird, Besucher im Notfall an diese wenden. Gleichzeitig werden die Taschendiebe mit klarer Polizeipräsenz von ihren Absichten abgehalten», so Rieder.

Pyros beim K.I.Z.-Konzert

Obwohl der Veranstalter ausdrücklich darauf hinweist, dass das Zünden von Feuerwerk auf dem Festivalgelände strikte verboten ist und auch Tafeln darauf hinweisen, sind während des Konzerts der deutschen Hip-Hop-Gruppe K.-I.-Z. im Publikum dreimal Pyros abgefackelt worden, wie Augenzeugen gegenüber 1815.ch festhalten. «Weder von den Sicherheitsleuten noch von der Polizei ist das Abbrennen der Pyros bemerkt worden. Wir haben in diesem Jahr extrem strenge Eintrittskontrollen. So wurde auch jedes Toilettensäcklein kontrolliert. Wir gehen davon aus, dass die Pyros durch die Festivalumzäungen aufs Gelände gereicht wurden», bestätigt Imboden die Vorfälle.

«Wird jemand auf dem Gelände mit Pyros angehalten, wird er auf jeden Fall mit einem Zutrittsverbot bis Festivalende belegt», so Imboden. Handelt es sich um verbotenes Feuerwerk und wird dabei jemand verletzt, was im dicht gedrängten Publikum vor der Bühne leicht möglich ist, droht den Pyro-Zündern ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung, heisst es von Seiten der Polizei.

zen / noa

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Kommentare

  • Seppetoni - 199

    Die Pyros waren aber von blossem Auge auch kaum ersichtlich und bei soviel Dreistigkeit kann der Kantonspolizei kaum ein Vorwurf gemacht werden. Diese hat die Lage wie jedes Jahr absolut in Griff. Auch in Zivil ist kaum ein Unterschied zu merken. Für Haschischbrüder und Pillenköpfe ist Gampel definitiv der falsche Ort. So macht ein Openair wieder Spass!

    • jazumpolizeistaat - 25

      bravo wir bräuchten mehr von deiner sorte, dann hätten wir eine friedliche und sichere welt.

  • Hans - 1912

    Waren wohl alle beim Apéro - sonst hätte man die Pyros wohl bemerkt.

  • Päuli - 413

    extrem strenge Kontrollen? Sorry, aber da muss ich lachen, wir sind gestern zu zweit mit je einer grösseren Tasche durch die Kontrolle und mussten die Taschen nicht öffnen. Mag sein, dass wir extrem vertrauenswürdig aussehen, aber uns kam das eher komisch vor, dass man uns nicht kontrolliert hat.

    • Schulz - 90

      Unser Gepäck wurde auch nicht kontrolliert und ich sehe nicht vertrauenswürdig aus :)

  • Hubi - 1921

    Vielleicht ein paar Tage in die Nachhilfe im Rechnen, un den Mehrwert dieser Veanstaltung für unsere Region berechnen zu können??

  • Petsch - 4730

    Bei allem Respekt, das ganze ist doch ein "Privatevent", die sollen selber für Ihre Sicherheit sorgen... Siehe z.B Sportevents. Aber es natürlich viel günstiger und bequemer wenn der Steuerzahler mal wieder aufkommt für solche Spassevents ohne Mehrwert.

  • Roman Pinto - 637

    Gegen Pyros reden Herr Imboden aber in den Werbevideos und Fotos dann trotzdem gerne Pyrobilder/videos zeigen...

    • Michi - 276

      Pinto geile Siech

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