Strom | Keine Dividendenausschüttung
Rhonewerke AG mit Wasserkraft über dem langjährigen Mittel
Der Verwaltungsrat der Rhonewerke AG.
Foto: zvg
Die Rhonewerke AG hielt am Freitag dem 17. Juni 2016 ihre ordentliche Generalversammlung ab. Die Aktionäre genehmigten den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2015 und beschlossen, erneut auf die Ausrichtung einer Dividende zu verzichten.
Die Rhonewerke AG ist eine Partnergesellschaft der FMV SA (70 Prozent) und der EnAlpin AG (30 Prozent). Beide Partner übernehmen gemäss ihrem Anteil am Aktienkapital sowohl die verfügbare Energie als auch die Jahreskosten. Die Gesellschaft betreibt eigene Wasserkraftwerke in Ernen/Binn und Mörel-Filet.
Aus den eigenen Kraftwerken und den Beteiligungen der Rhonewerke resultiert 2015 eine total verfügbare Energiemenge von rund 890 Gigawattstunden (GWh), gegenüber 872 GWh im Vorjahr. Das entspricht einer Zunahme von 2.0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Zunahme von 4 Prozent gegenüber dem zehnjährigen Mittel.
Die Energieproduktion der eigenen Kraftwerke belief sich 2015 auf rund 432 GWh, teilt die AG in einem Communiqué mit. Damit produzierten die Kraftwerke Ernen/Binn und Mörel 12.3 Prozent weniger Energie als im Vorjahr (493 GWh). Gegenüber dem zehnjährigen Mittelwert ist ein Rückgang von rund 6.8 Prozent zu verzeichnen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die ungeplante Ausserbetriebnahme einer Maschinengruppe in der Zentrale Mörel zurückzuführen.
Die Kraftwerke der Beteiligungen erreichten eine Produktion von total 455 GWh und lagen damit um 18.5 Prozent über dem Vorjahr (384 GWh) und um 16.5 Prozent über dem Zehnjahresmittel. Die Produktion aus den Beteiligungen sei als gut einzustufen.
Wirtschaftliches Umfeld
Aufgrund der seit längerer Zeit herrschenden Überkapazitäten im europäischen Strommarkt, bedingt durch die Subventionierung von neuen erneuerbaren Energien, die schwache Wirtschaftsentwicklung weltweit sowie die tiefen CO2-Preise, sei die Wasserkraft in ganz Europa stark unter Druck geraten.
Diese Tendenz hat sich im Geschäftsjahr mit der Aufhebung des Mindestkurses EUR/CHF durch die Schweizerische Nationalbank sowie die sinkenden Öl- und Gaspreise noch einmal akzentuiert. Die Rhonewerke AG ergreift weiterhin Massnahmen, um die Gestehungskosten zu reduzieren. Neben anderen Massnahmen haben die Aktionäre der Rhonewerke AG beschlossen, erneut auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten.
pd/noa








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