Landwirtschaft | Wegen Arbeiten für die dritte Rhonekorrektion beim Laldnerkanal

Baltschiedner Schafe baden heuer in Eggerberg

Weil das Stauen ihres Badewassers die R3-Baustelle beim Laldnerkanal geflutet hätte, nahmen ihre Schäfer gestern für das Bad vor der diesjährigen Schafzeichnung mit ihnen den Umweg nach Eggerberg auf sich. (Themenbild)
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Weil das Stauen ihres Badewassers die R3-Baustelle beim Laldnerkanal geflutet hätte, nahmen ihre Schäfer gestern für das Bad vor der diesjährigen Schafzeichnung mit ihnen den Umweg nach Eggerberg auf sich. (Themenbild)
Foto: WB/Archiv

Quelle: 1815.ch 1

Anstatt ihr Bad, wie in den letzten Jahren, im Laldnerkanal zu nehmen, wurden sie gestern kurzerhand nach Eggerberg verfrachtet: Die Tiere der Schäfer von Baltschieder. So werden nun auch die aktuellen Gewässerschutzbestimmungen eingehalten.

Heute geht die Schafzeichnung der Baltschiedner über die Bühne. Die Schäfer von Baltschieder haben ihre Schafe im Herbst nach dem Abzug von den Alpen in den letzten Jahren immer im Laldnerkanal bei der Einmündung zum Rotten gewaschen. Obwohl dies aus Gewässerschutzgründen nicht ganz korrekt war - wegen der abfliessenden Renigungsmittel - habe man bisher stets ein Auge zugedrückt, sagt René Abgottspon, Gemeindepräsident von Baltschieder. Den Bauern sei bekannt, dass die Wäsche aus Umweltschutzgründen nicht benutzt werden darf. «Das ist eine Weisung des Kantons. Ich kenne keine Gemeinde, in der die Schafe an einem offenen Gewässer gewaschen werden.»

Dass die Schäfer die Wäsche noch letztes Jahr an dieser Stelle durchführen konnten, hat auch mit Verzögerungen der Arbeiten für die dritte Rhonekorrektion zu tun. «Anfang Woche hat man mich informiert, dass die R3-Arbeiten beim Laldnerkanal nun diese Woche beginnen. Zurzeit wird in der Nähe der bisherigen Schafwäsche ein Mast der SBB-Fahrleitung gesichert. Deshalb hat mir der Bauleiter ans Herz gelegt, die Wäsche woanders durchführen zu lassen», so Abgottspon. Weil für die Schafwäsche der Kanal gestaut wird, befände sich die Baustelle unter Wasser, würden die Schafe auch heuer im Kanal ihr Bad nehmen.

Dass man mit den Arbeiten irgendwann startet und dass die Nutzung des Kanals dann nicht mehr möglich ist, hätten alle schon lange gewusst. «Wir haben kurzfristig in Eggerberg eine Lösung gefunden. Die Wäsche findet nun dort statt.» In Eggerberg wird das Abwasser abgefangen und landet letztlich in der ARA, so dass die Gewässerschutzbestimmungen eingehalten werden. «Ich bin in Eggerberg aufgewachsen und habe als kleiner Junge meinem Vater bei der Schafwäsche geholfen. Damals haben die Eggerberger ihre Schafe auch im Laldnerkanal gewaschen, auf Höhe Thaleya, die Baltschiedner etwa 600 Meter flussabwärts. Seit etwa 20 Jahren waschen die Eggerberger ihre Schafe in Eggerberg mit Wässerwasser. Und auch wir werden eine Lösung finden, das ist auch im Interesse der Gemeinde.»

Er habe wegen der kurzfristigen Änderung nur einen Anruf von einem aufgebrachten Schäfer erhalten, sagt Abgottspon. Die Schafwäsche sei vorrangig Sache der Schäfer, aber man werde gerne Unterstützung bieten, um eine Lösung für die Zukunft zu finden. Denn diese müsste dann auch vom Kanton bewilligt werden und den aktuellen Gewässerschutzbestimmungen Rechnung tragen.

tma

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Kommentare

  • Anton Zenklusen, Baltschieder - 00

    Oh, welche göttliche Vorsehung!!
    Die Brücke zur Fusion wurde geschlagen.

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