Nach Felssturz oberhalb Täsch

Schutzdamm soll Strasse und Bahn schützen

Blick vom Felssturzgebiet ins Tal. Donnern die losen Felsbrocken das Couloir hinunter und in direkter Falllinie durch den Schutzwald droht Gefahr für Bahn und Strasse.
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Blick vom Felssturzgebiet ins Tal. Donnern die losen Felsbrocken das Couloir hinunter und in direkter Falllinie durch den Schutzwald droht Gefahr für Bahn und Strasse.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Einzelne Blöcke eines kürzlich abgegangenen Felssturzes oberhalb Täsch drohen auf das MGBahn-Trassee und auf die Strasse zwischen Täsch und Zermatt niederzugehen. Jetzt plant der Kanton einen Schutzdamm.

Vor vierzehn Tagen löste sich oberhalb der Verbindungsstrasse Täsch–Zermatt auf 3100 Meter ein Felssturz. «Die Schuttmassen donnerten aber nicht bis ins Tal, sondern blieben oberhalb eines Couloirs liegen, das zum Strassentunnel auf der Strecke Zermatt–Täsch führt», sagt der Mitarbeiter des Kantonsgeologen, Philippe Gsponer, auf Anfrage von 1815.ch.

Auftauender Permafrost

Ursache des Felssturzes war auftauender Permafrost auf einer Höhe von 3100 Meter Höhe. Zurückzuführen vor allem auf die hohe Nullgradgrenze bei 4000 Metern im vergangenen Sommer. «Im abgebrochenen Felsmaterial befanden sich auch Eisbrocken, die mitgerissen wurden.» Die Geröllmassen bewegen sich seither täglich je nach Witterungsverhältnissen mit einer Geschwindigkeit von 1 bis 10 Zentimetern talwärts, wie installierte Messgeräte der Kantonsgeologen in den vergangenen Tagen aufzeichneten.

Schutzdamm in Planung

«Die Gesteinsblöcke liegen bei einem Geländeknick. Bei fortschreitender Bewegung zum Tal werden einzelne Blöcke Richtung Strassentunnel donnern», erklärt Gsponer. Gefahr geht vor allem von grösseren Blöcken zuoberst des Schuttfeldes aus, die aus dem Couloir springen könnten und in direkter Falllinie durch den Wald  auf die offene Streckenführung der Strasse und die Matterhorn Gotthard Bahn etwas talwärts des Tunnels niedergehen könnten.

Um das zu verhindern, sind beim Kanton Abklärungen zur Errichtung eines Schutzdammes im Gang. «Für den Tunnelabschnitt Ende des Couloirs selbst droht keine unmittelbare Gefahr», sagt Gsponer.

Europaweg gesperrt

Die Gemeinde Täsch hat bereits Vorkehrungen getroffen und den Europaweg unterhalb des Felssturzes für unbestimmte Zeit gesperrt. Zudem warnt sie davor, sich unnötig im Gefahrengebiet aufzuhalten. 

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