Wein

Ständerat gegen mehr Heimatschutz für Weinbauern

Importkontingente für Weine sollen nicht neu verhandelt werden. (Symbolbild)
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Importkontingente für Weine sollen nicht neu verhandelt werden. (Symbolbild)
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch 11.12.14 2
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Der Ständerat hält nichts von der Idee, mit der WTO die Importkontingente für Wein neu zu verhandeln, damit Schaumwein eingerechnet werden kann. Er hat eine Motion vom Walliser Nationalrat Christophe Darbellay einstimmig abgelehnt.

Der Nationalrat hatte die Motion in der Herbstsession mit knapper Mehrheit gutgeheissen. Darbellay verwies damals auf den sinkenden Weinkonsum. Er bezeichnete es als «inakzeptabel», dass die rund 16 Millionen Liter importierte Schaumweine nicht unter das 170 Millionen Liter umfassende Zollkontingent für Weine fielen.

Über dieser Menge kommt ein höherer Zollansatz zur Anwendung; allerdings wird das Kontingent gar nicht ausgeschöpft. Indem Schaumweine darin eingerechnet werden, würde das Kontingent faktisch verkleinert. Ohne Rechtsänderung könnte so dem sinkenden Konsum Rechnung getragen werden, argumentierte Darbellay. Seiner Meinung nach wäre es auch aus sachlichen Gründen gerechtfertigt, Schaumweine zum Wein-Kontingent zu rechnen, denn diese würden schliesslich auch aus Trauben gewonnen.

In die gleiche Richtung wie die Motion von Darbellay gehen zwei Standesinitiativen der Kantone Genf und Wallis. Diese fordern ebenfalls, dass die Wein-Kontingente angepasst werden. Auch in den Initiativen wird auf den sinkenden Weinkonsum und den wachsenden Anteil ausländischer Weine hingewiesen.

Im Ständerat stiessen die Anliegen auf taube Ohren. Verhandlungen mit der WTO würden zu Kompensationsmassnahmen führen, und dadurch würden andere Bereiche der Landwirtschaft beeinträchtigt, sagte Kommissionssprecher Roberto Zanetti (SP/SO). Ausserdem würde ausländischer Schaumwein billiger, ohne dass der Wettbewerbsdruck auf die inländischen Weine nachlassen würde. Der Ständerat lehnte sowohl die Motion als auch die Standesinitiativen stillschweigend ab.

11. Dezember 2014, 10:41
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Kommentare

  • Peter - vor 11 Jahre ↑0↓0

    Dieser peinliche Heimatschutz ist einfach Weltfremd - gerade beim Wein aber auch bei den Bauern die heute den Fünfer und das Weggli erhalten. Erklär mal einen 0815 Büezer z.B in der Lonza diese Sache....

    antworten

    • bigF - vor 11 Jahre ↑0↓0

      Die Lonza erhält mehr Heimatschutz als sonst wer im Oberwallis. Verbilligter Strom, Steuervergünstigungen usw. und wenn die Bosse wieder mal mit Arbeitsplatzstreichungen drohen geht das ganze Oberwallis samt Pseudogewerkschaft auf die Knie und die Gemeinde Visp serviert weitere Steuergeschenke. Da könnten 100 Kleinbetriebe pleite gehen und niemand würde es interessieren.

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