Gesundheit | Verbesserte Versorgung für Personen mit Herzstillstand im Wallis

Wenn jede Minute zählt

Die Einsatzfrist bei Herzstillstand soll verkürzt werden. (Symbolbild)
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Die Einsatzfrist bei Herzstillstand soll verkürzt werden. (Symbolbild)
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch 0

Ein kantonales Konzept bezüglich Massnahmen für eine verbesserte Überlebensrate von Personen mit Herzstillstand ist angenommen worden. Unter anderem soll die Einsatzfrist verkürzt werden. Für die Umsetzung der beschlossenen Massnahmen ist die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO) zuständig.

Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Es muss alles daran gesetzt werden, in rascher Abfolge die Herzmassage, die erste Versorgung mit einem automatischen externen Defibrillator (AED) und anschliessend die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Gemäss Schätzungen sinken die Überlebenschancen eines Patienten bei Kammerflimmern ohne Defibrillation mit jeder Minute um zehn Prozent.

Zusätzliche AEDs anschaffen

Das Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur (DGSK) hat ein Konzept angenommen, das von Vertretern der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO), der Dienststelle für Gesundheitswesen und der Ärzteschaft erarbeitet wurde, um die Überlebensrate nach einem Herzstillstand zu verbessern. Zur Verkürzung der Zeit zwischen dem Eingang des Alarms bei den Einsatzkräften und dem Eintreffen der Helfer (Public Responder) beim Patienten wird ein Geolokalisierungssystem eingesetzt.

Diese technische Lösung erlaubt es, die Public Responder zu vernetzen wie auch diejenigen Personen, die sich in Patientennähe befinden, aufzubieten. Für die ausreichende geografische Abdeckung des Kantonsgebiets werden weitere Freiwillige ausgebildet. Das Konzept sieht ebenfalls die Anschaffung von zusätzlichen AEDs vor, damit die Public Responder rasch und jederzeit auf dieses unentbehrliche Gerät bei der Behandlung eines Herzstillstandes zugreifen können.

KWRO ist zuständig

Die KWRO ist zuständig für die operative Umsetzung der vorgesehenen Massnahmen, wie die Bestimmung, Koordination und Betreuung der Aufgaben im Zusammenhang mit der Versorgung von Personen mit Herzstillstand. Die notwendigen Rekrutierungsmassnahmen für freiwillige Personen aus der Bevölkerung und unter den Gesundheitsfachpersonen werden ebenfalls von der KWRO in Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Gesundheitswesen durchgeführt. Der Leistungsauftrag der KWRO wurde entsprechend angepasst.

Die Umsetzung dieses Projekts wird auch vom Verein cœur wallis, welcher im März 2018 gegründet wurde, getragen. Dieser Verein hat den Auftrag, die rasche Versorgung von Personen mit Herzstillstand im Wallis zu fördern und Mittel für den Kauf des notwendigen Materials (vor allem der AEDs) zu beschaffen. cœur wallis gewährleistet zudem die Förderung des von der KWRO geschaffenen Public Responder-Netzwerks.

pd/map

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