Kapuzinerkloster Brig

Wirkt der «Bruder auf Zeit» Wunder?

Das Kapuzinerkloster in Brig: Auf der Suche nach Brüdern.
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Das Kapuzinerkloster in Brig: Auf der Suche nach Brüdern.
Foto: zvg

Quelle: 1815.ch /rul 0

Um neue Brüder zu rekrutieren, scheut der Kapuzinerorden kaum Mühen. Einen erleichterten Einstieg bietet das Angebot «Bruder auf Zeit» - in Brig ist seit einem Jahr ein solcher Bruder tätig.

Vor über drei Jahren sorgten die Kapuziner mit einem Stelleninserat schweizweit für Aufsehen. Im Dezember 2010 meldeten sich auf das Stelleninserat der Deutschschweizer Kapuziner-Brüder rund zwanzig Personen. Die Kriterien für das Leben im Orden erfüllten damals jedoch höchstens fünf Männer.

Gewisse Flexibilität

Seit einiger Zeit bietet die Kapuzinergemeinschaft schweizweit die Möglichkeit an, für drei bis sechs Jahr «Bruder auf Zeit» zu sein, wie Guardian Beat Pfammatter gegenüber 1815.ch erklärt. Die Idee von «Bruder auf Zeit» ist, dass man sich nicht lebenslang binden muss und eine gewisse Flexibiltät bei der Berufswahl beibehalten kann, was dem moderen Lebensstil sehr entspricht. Das Angebot wurde vor vier Jahren an der Delegiertenversammlung der Kapuziner beschlossen und es gibt eine grosse Zahl an Interessenten.

«In der Deutschschweiz ist zurzeit jeweils ein 'Bruder auf Zeit' in Rapperswil sowie in Brig tätig. Unser 'Bruder auf Zeit' ist seit einem Jahr bei uns im Kloster. Zuvor war er drei Jahre lang in Rapperswil tätig. Zudem stehen bei drei weiteren Kandidaten Abklärungen an», erklärt Pfammatter. Bei diesem Angebot besteht die Möglichkeit, sich nach spätestens sechs Jahren für den Orden zu entscheiden oder ins zivile Leben zurückzukehren.

«Mangel als Chance»

Dass die Inseratekampagne der Kapuziner ein Erfolg gewesen ist, weist Pfammatter nicht von der Hand und betont, dass das Echo vor drei Jahren enorm gewesen ist. Rückmeldungen kamen sogar aus Australien und den USA. Nach eingehender Prüfungen kamen zwei Personen in Frage - einer ist geblieben, während die zweite Person sich nach einem Jahr für einen anderen Weg entschieden hat.

«Für die Kapuziner war jedoch klar, dass bereits eine Person, die bleibt, den Erfolg der Kampagne rechtfertigt. Ein Nachwuchsmangel ist zwar nicht von der Hand zu weisen, doch es 'tropft' stets und der Mangel kann sich schlussendlich als Chance erweisen.» Die Zeiten hätten sich zwar geändert, doch könne man mittlerweile sogar von einer «Gesundschrumpfung» reden, ist Pfammatter überzeugt.

«Eine Reduktion führt sicherlich auch zu einer Konzentration. Und damit einhergehend geschieht sicherlich auch eine Rückbesinnung auf die Kernaufgaben und Themen unseres Ordens.» Im nächsten Jahr will man bei der Gemeinschaft weitere Schritte formulieren, um ein Anschlussprojekt zu realisieren, welches an die bisherige Kampagne andockt.

Social Media ist ein Thema

Weltfremd gibt man sich beim Kapuzinerorden nicht - auch Social Media ist ein Diskussionspunkt, wie Pfammatter erklärt. «Einzelne Brüder setzen unter anderem Facebook oder auch Twitter bereits ein. Auf jeden Fall ist Social Media bei uns ein Thema.» Doch es bestehe zurzeit die Schwierigkeit der Betreuung solcher Aktivitäten. «Deshalb verzichten wir beim Kloster in Brig zurzeit noch auf solche Formen. Für den Schweizer Kapuzinerorden stehen jedoch Bestrebungen an, im Social-Media-Bereich aktiv zu werden.»

Aktiv sind die Kapuziner aus Brig auch im gesellschaftlichen Leben: Unter anderem ist das Kapuzinerkloster Brig-Glis vom Donnerstag bis Sonntag am Adventsmarkt in Naters mit einem Stand präsent. «Wir verkaufen dort selbstgemachte Produkte, wie verschiedene Destillate, Gebäck oder Kerzen. Und auch das Gespräch zwischen den Standbesuchern und den Brüdern wird nicht zu kurz kommen.»

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