Eurovision Songcontest | Auch Madonna sorgte für Kontroverse

Island muss wegen Palästinenserschals bei ESC Strafe zahlen

Die israelische Kulturministerin Miri Regev warf der US-Sängerin vor, einen "Fehler" begangen zu haben.
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Die israelische Kulturministerin Miri Regev warf der US-Sängerin vor, einen "Fehler" begangen zu haben.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Dass die isländische Band Hatari beim vergangenen Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv Schals mit Palästinenserflaggen präsentierte, hat für ihr Heimatland ein Nachspiel. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) brummt deshalb ihrem Mitglied Island eine Strafe auf.

Die EBU teilte am Samstag mit, Hatari habe gegen das Verbot politischer Statements beim ESC verstossen. Daher müsse Islands öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der der EBU angehört, eine Strafe zahlen.

Zur Höhe der Strafe äusserte sich die EBU nicht, sondern erklärte lediglich, dass diese "in Übereinstimmung mit den Wettbewerbsregeln" festgelegt worden sei. Ein Einspruch aus Island sei abgewiesen worden.

Die Bandmitglieder von Hatari sind bekanntermassen Gegner der israelischen Besatzung in den Palästinensergebieten. Bei der Punktevergabe am Ende des ESC-Finales in der israelischen Metropole Tel Aviv hatten die Bandmitglieder Schals mit der Palästinenserflagge in die Kameras gehalten.

Auch die Pop-Diva Madonna sorgte bei dem Musikwettbewerb im Mai für eine Kontroverse. Bei ihrem Auftritt beim Finale trugen zwei ihrer Tänzer jeweils eine israelische Flagge und eine palästinensische Fahne auf ihrem Rücken, was als Appell für ein friedliches Nebeneinander von Israelis und Palästinensern verstanden werden konnte.

Die EBU verurteilte dieses Statement. Dieses Performance-Element sei "nicht Teil der Proben" gewesen, hiess es in einer Stellungnahme. Ob Madonna von der Darstellung der Flaggen während ihres Auftritts wusste, blieb unklar. Die israelische Kulturministerin Miri Regev warf der US-Sängerin vor, einen "Fehler" begangen zu haben.

Der nächste ESC findet am 16. Mai 2020 in der niederländischen Stadt Rotterdam statt.

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