Riederalp | Suche beginnt wieder von vorn

Arabische Investoren haben keine Lust auf die Riederalp

Auf der Riederalp werden keine arabischen Investoren einsteigen.
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Auf der Riederalp werden keine arabischen Investoren einsteigen.
Foto: Walliser Bote

Quelle: RZ 0

Die Initianten eines geplanten Hotel-Grossprojekts hatten angeblich arabische Investoren an der Angel. Nun aber hat sich das zerschlagen. Bedeutet dies auch gleichzeitig das Ende für das Projekt?

Der Plan ist ambitiös: Für mehrere Millionen Franken soll auf der Riederalp ein Hotel-Grossprojekt der gehobenen Klasse mit rund 200 Betten und grosser Wellnessanlage entstehen. ­Geplanter Standort – gleich neben dem ­bestehenden Hotel «Royal». Der Initiant, die Royal-Riederalp AG mit VR-Präsident Andreas Furrer und Art Furrer als einer der Aktionäre, wollte dafür weitere Geldgeber ins Boot holen. Dazu sollen bis vor Kurzem auch arabisch-deutsche Investoren gezählt haben (die RZ ­berichtete). Wie Recherchen zeigen, sind diese in der Zwischenzeit abgesprungen. Andreas Furrer äussert sich dazu nicht. Dafür aber Art Furrer, der über das Nichtzustandekommen nicht unglücklich ist. «Es ist wahrscheinlich besser so.»

Strategie «Besser statt billig»

Damit «ruhe» das Projekt etwas und man werde aufgrund der «aktuellen touristischen Entwicklung» dem Ganzen mittelfristig «keinen grossen Wert mehr schenken», so Furrer. Ist damit das Projekt vom Tisch? «Nein, im Gegenteil», er glaube nach wie vor voll daran. Um es aber tatsächlich zu realisieren, sind für Furrer künftig zwei ­Voraussetzungen nötig: der Bau der angedachten Bahnverbindung Belalp–Riederalp und moderne Umsteigeplattformen für die An- und Abreise. «Die Bahnverbindung beflügelt den Sommer- und Erlebnistourismus, womit wiederum in die allgemeine Bahn- und Ski-Infrastruktur investiert werden kann.» Und ein solches Hotelprojekt bringe neue Gäste, «welche einen hochstehenden Service von der An- bis zur Abreise voraussetzen», so Furrer. Bei der Aletsch Arena AG setzt man bereits auf eine «Besser-statt-billig»-Strategie. Man arbeite laufend am Ausbau von Erlebnissen und Serviceleistungen, um schlussendlich mehr Wertschöpfung generieren zu können, sagt Geschäftsführer Raoul Calame. Für den CEO der Aletsch Bahnen AG, Valentin König, wäre es ­«absolut wünschenswert», wenn das Hotelprojekt eines Tages Tatsache würde. «Mit Blick auf die bestehenden Anlagen und Infrastruktureinrichtungen werden auch die künftigen Investitionen im Sinne einer rollenden Planung laufend ­beurteilt und fixiert», sagt er.

Peter Abgottspon

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