Energiewende | Mehr Mittel dank steigender Strompreise

Förderung erneuerbarer Energien geht rascher voran

Pro Monat wurden rund 700 kleine Photovoltaikanlagen neu angemeldet.
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Pro Monat wurden rund 700 kleine Photovoltaikanlagen neu angemeldet.
Foto: Keystone

Quelle: SDA 0

Rund 8500 Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien konnten im laufenden Jahr neu gefördert werden. Für das nächste Jahr stehen mehr Mittel zur Verfügung - dank steigender Strompreise und ausreichender Gelder aus dem Netzzuschlag.

Damit würden die Wartelisten deutlich abgebaut und die Wartezeiten verkürzt, schreibt das Bundesamt für Energie (BFE) in einer Mitteilung vom Freitag.

Anfang 2018 befanden sich 15'000 Anlagen auf der Warteliste für kleine Photovoltaikanlagen. Pro Monat wurden rund 700 solcher Anlagen neu angemeldet.

Bis Ende des Jahres wird die Einmalvergütung an rund 6800 Anlagen ausbezahlt, insgesamt 178 Millionen Franken. Bis Ende 2019 wird die Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen laut dem BFE voraussichtlich für alle Anlagenbetreiber ausbezahlt, die ihr Gesuch bis Ende Juni 2018 eingereicht haben.

Die Wartefrist für jene, die ihr Gesuch Ende 2018 einreichen, beträgt rund eineinhalb Jahre. Die Betreiber grosser Photovoltaikanlagen ab einer Leistung von 100 Kilowattstunden müssen voraussichtlich zwei bis drei Jahre auf die Zusicherung warten. Bislang waren es sechs Jahre.

Ins Einspeisevergütungssystem für Photovoltaik-, Wind-, Kleinwasserkraft-, Biomasse- und Geothermie-Anlagen wurden 2018 insgesamt 230 Anlagen aufgenommen. Baureife oder bereits realisierte Anlagen, welche die Unterlagen bis Ende Dezember 2017 eingereicht hatten, werden im Juli 2019 in das System aufgenommen.

Die steigenden Strompreise ermöglichten einen wesentlichen Abbau der Warteliste, schreibt das BFE. Die Höhe der Einspeisevergütung orientiert sich an den Produktionskosten der Anlagen. Bei tiefen Marktpreisen müssen daher mehr Fördermittel aufgewendet werden.

Die Fördermassnahmen werden mit Geldern aus dem Netzzuschlagsfonds finanziert. Seit Anfang Jahr bezahlen die Stromkonsumentinnen und -konsumenten für diesen Fonds einen Netzzuschlag von 2,3 Rappen pro Kilowattstunde.

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