Open Air Gampel | Walliser Kantonspolizei zieht Bilanz

120 Verzeigungen wegen Betäubungsmitteln

Trotz zahlreicher Festivalbesucher spricht die Walliser Kantonspolizei von einem friedlichen Open Air.
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Trotz zahlreicher Festivalbesucher spricht die Walliser Kantonspolizei von einem friedlichen Open Air.
Foto: 1815.ch

Quelle: 1815.ch /map 6

Das Open Air Gampel ist seit einigen Tagen Geschichte. Die Walliser Kantonspolizei hat nun Bilanz gezogen und spricht von einem relativ friedlichen Festival.

Vier Tage lang hat sich Gampel fast rund um die Uhr in eine Festhütte verwandelt und dabei insgesamt 102'000 Besucher empfangen. Viel Arbeit für die hiesige Polizei, könnte man also meinen. Doch weit gefehlt: «Im Verhältnis zur Besucherzahl hatten wir wenige Vorfälle zu verzeichnen», so Markus Rieder von der Walliser Kantonspolizei.

Gegen das Betäubungsmittelgesetz etwa habe es 120 Verzeigungen gegeben. Am Festival seien 500 Gramm Marihuana, 75 Gramm Haschisch, 11 Gramm Kokain und 2 Gramm Amphitamine beschlagnahmt worden. Hinsichtlich Alkoholausschank an Jugendliche seien 20 Bars kontrolliert worden. Zehn Personen mussten verzeigt werden, Barbetreiber und Angestellte, weil sie sich nicht an die Jugendschutzbestimmungen hielten.

14 Diebstähle und 19 angehaltene Personen

Lediglich 14 Diebstähle wurden zur Anzeige gebracht. «Diese Zahl ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Die Erfahrung zeigt, dass diese im Verlauf der nächsten Monate noch steigen wird, weil Vieles, was wegkam, von den Bestohlenen nicht als wichtig eingeschätzt wird und deshalb erst nach und nach gemeldet wird», erklärt Rieder.

19 Personen wurden insgesamt angehalten – zwölf davon, weil sie sich ohne gültiges Ticket Zutritt zum Festivalgelände verschafft hatten. Sie stammten zum grössten Teil aus Nordafrika und Rumänien und bekamen eine Wegweisungsverfügung, was bedeutet, dass sie sich nicht mehr in der Region Gampel aufhalten durften. Zum Teil brachte man sie sogar direkt an die Grenze.

Tätlichkeiten, wie leichte Körperverletzungen beispielsweise, wurden ebenfalls relativ wenige gemeldet. Bis jetzt auch keine sexuellen Übergriffe. Aber auch hier, so gibt Rieder zu Bedenken, könnten durchaus noch verspätet Meldungen eintreffen.

3200 Fahrzeuge auf Turtmänner Flugplatz

Auf dem Flugplatz in Turtmann, der während des Festivals als Parkplatz fungierte, wurden an vier Tagen 3200 Fahrzeuge abgestellt. Auch in Bezug auf den Strassenverkehr lief laut Walliser Kantonspolizei alles glimpflich ab: «Es kam zu keinen gravierenden Verkehrsübertretungen.»

«Sicherheitstechnisch war es ein friedliches Open Air, das gezeigt hat, dass unser Konzept, welches wir gemeinsam mit den verschiedenen Sicherheitspartnern auf die Beine gestellt haben, aufgeht.» Sicher ebenfalls dazu beigetragen hätten die uniformierten Patrouillen, die diesjährig neben Agenten in Zivil regelmässig auf dem Festivalgelände unterwegs waren, resümiert Rieder.

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Kommentare

  • chilli - 1422

    Finde es total daneben, an einem Openair die Kiffer zu büssen. Wenn jemand am Eishockeymatch oder im Fussballstadion kifft - okay das geht nicht. Aber die Oberwalliser kleinkarierte Polizei kennt keine Toleranz und will auch hier markieren und verdienen. Alles nur noch krank.

    • petschi - 107

      Hast wohl schon gekifft bevor du so einen Blödsinn geschrieben hast?

  • ich - 180

    @Elmar: Leider wieder einer der keine Ahnung vom System hat. Verzeigungen hat mit Ordnungsbussen nichts zu tun. Die 120 werden verzeigt, und nicht mit CHF 100.00 erledigt...

    Zuerst informieren bevor sprechen...

  • jazumpolizeistaat - 1210

    Genau, wir sollten diesen Abschaum der Gesellschaft auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Und obendrauf noch all jene die sich dem Teufelszeug Alkohol hingeben. Grüss Gott

  • Elmar Bauersima - 2137

    Der Fokus lag also auf den Cannabis-Konsumenten. Diese wurden mit grossem Aufwand, unter anderem mithilfe von Angehörigen der Grenzwacht aufgespürt. 120 x 100 CHF Busse =12'000 für die Unkosten die der Fiskus hatte.

    • Reseph - 3525

      Leider nur 120 anstelle mehreren Tausend! Die Polizei ist viel zu lieb mit allen Drögelern auf dem Festgelände.

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