Entsorgung | Illegale Deponie im Pfynwald

200 Pneus dreist im Wald entsorgt

Rücksichtslos. Illegal im Pfynwald entsorgte Pneus sorgen für Gesprächsstoff.
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Rücksichtslos. Illegal im Pfynwald entsorgte Pneus sorgen für Gesprächsstoff.
Foto: Naturpark Pfyn-Finges

Illegale Entsorgungen im grossflächigen Pfynwald sind ein andauerndes Thema.
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Illegale Entsorgungen im grossflächigen Pfynwald sind ein andauerndes Thema.
Foto: Naturpark Pfyn-Finges

Quelle: 1815.ch 9

Anfang Februar wurden mitten im Naturschutzgebiet des Pfynwalds unzählige Autoreifen entsorgt. Die Suche nach den Abfallsündern läuft.

Entsorgung leicht gemacht: Passanten stossen derzeit eingangs des Pfynwalds aus Richtung Susten auf einen grossen Haufen weggeworfener Pneus. Direkt an einem Waldweg hinter dem Restaurant Spycher haben Unbekannte Dutzende gebrauchte Reifen in die Natur gekippt. Wie Niklaus Grichting, Koordinator beim Regionalen Naturpark Pfyn-Finges, auf Anfrage bestätigt, wurde die illegale Pneudeponie Anfang Februar gemeldet. «Wir verurteilen dieses Vorgehen ganz klar», betont er. Den Fall habe man an die Burgerschaft Leuk, die Besitzerin des Territoriums, weitergeleitet.

Abklärungen laufen

Laut Grichting sind im Pfynwald immer wieder illegale Entsorgungen zu beobachten. «Es gibt nach wie vor Leute, die schnell in den Wald fahren, Abfälle ausladen und dann das Weite suchen.» Auch Burgermeister Stefan Eggo erklärt im Gespräch, dass Entsorgungen im grossflächigen Pfynwald ein anhaltendes Problem darstellen. «Diesmal waren es Pneus. Wir haben im Pfynwald aber schon allerlei Abfälle entdeckt.» Speziell im Pfynwald, der ein Schutzgebiet von nationaler Bedeutung sei, müsste doch mehr Sorge zur Natur getragen werden, appelliert er an die Vernunft.

Zum konkreten Fall will sich Eggo nicht im Detail äussern, da die Burgergemeinde derzeit entsprechende Abklärungen vornehme und man mit der Polizei in Kontakt stehe. Ziel sei es, den oder die Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen. Aufgrund der grossen Anzahl an Pneus, die er auf 200 Stück schätzt, vermutet der Leuker Burgermeister aber, dass die Entsorgung wohl nicht von einer Privatperson vorgenommen wurde. «Es sieht so aus, als ob jemand die Pneus eingesammelt und mit der Entsorgung im Wald die kostengünstigste Variante gesucht hat.» Eggo ist deshalb optimistisch, dass man die Verantwortlichen ausfindig machen kann.

Putztag im Wald

Der Naturpark Pfyn-Finges unternimmt in diesem Zusammenhang seit Jahren Anstrengungen für einen sauberen Wald. Jeweils am ersten Aprilwochenende wird ein Putztag organisiert. Dabei soll, wie Niklaus Grichting hervorhebt, die Bevölkerung durch eine gemeinsame Aufräumaktion, die von der FMV unterstützt wird, sensibilisiert werden. Mit der Unterstützung von freiwilligen Helferinnen und Helfern werden verschiedene Orte im Park von Unrat befreit. Als Dank winken ein Mittagessen, auserlesene Weine aus der Region und für Kinder zudem eine kleine Überraschung.

pmo

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Kommentare

  • Rhone Strand - 10

    Abwarten vielleicht bringt diese "Pneu Firma" nach kurzer Zeit noch die Entlieferung.

  • Laien-Detektiv - 31

    Die Täterschaft zu ermitteln und überführen, dürfte sich nicht nur für die Parkbetreiber und Geschädigten, auch für die Kantonspolizei imagemässig lohnen.
    Eine Registrierung aller Pneus, und Separierung von (seltenen) Spezialdimensionen sowie die Sicherung von Micros- wie auch Werkzeugspuren sind die ersten Arbeiten des Ermittlers. Dieselben Dimensionen wurden ja ersetzt und eine erfolgreiche Beweisführung ist nur mit einem übereinstimmenden Spurenbild gerichtsverwertbar. Wir wissen, in der heutigen Zeit wird sonst alles bestritten.
    Die Pneus legten keine weite Strecke zurück. Mit der erstellten Liste muss der Ermittler Autogaragen und Pneuhändler abklappern und vor allem die verkauften Pneu-Spezial-Dimensionen mit der Liste abgleichen. Eventuell kann ein Profi-Pneuhändler bereits aus der Liste Schlüsse ziehen, den bei Neuwagen werden oft ein- und dieselben Pneus montiert. Viel Glück.

  • Daniel - 35

    Eine Lösung wäre z.B., dass man beim Pneukauf pro Reifen ein Depot von z.B. 25.- zahlen muss und sobald die Pneus nicht mehr fahrbar sind, bringt man sie zurück in die Werkstatt und erhält z.B. 20.- gutgeschrieben für das nächste paar Pneu. Die 5.- pro Pneu könnten zur fachgerechten Entsorgung genutzt werden.

    Oder noch einfacher: Den 200'000 Steuerzahlern im Wallis 5.- pro Jahr mehr verlangen, damit man die Pneus gratis in die Mülldeponie bringen könnte. 5.- sollte uns ein sauberer Wald wert sein.

  • Beobachterin - 97

    Da war sicher ein heimatverliebter Frustrierter, der sich über dem Gesetz fühlt, wie viele SVPler, am Werk...

  • martöns - 120

    Nicht nur Reifengummi soll dort lagern im Wald. Diverse andere Gummiezeugnisse von anderen Aktivitäten stammend, sollen dort auch als Hinterlassenschaft anzutreffen sein...

  • Privat Detektiv - 112

    Um die suche zu vereinfachen, laut der Spuren würde ich auf Menschen tippen..

  • omo - 144

    Noch ein konkretes Problem für unseren lieben Sicherheitsdirektor. Warte gespannt auf die Lösung...

  • Michael - 175

    Tragisch, wie mit der Natur umgegangen wird... Komisch, dass es nicht auffällt, wenn jemand 200 (!) Altreifen in der Natur entsorgt. Wo doch die Polizei sonst alles sieht und sogar merkt, wenn man mal 2-3 Stundenkilometer zu viel auf dem Tacho oder die Parkzeit um mehr als 2 Minuten überzogen hat... :-(

  • Jacopo Cheda - 1722

    Immer wieder die Zuwanderer; für mich ist dies eindeutig! Mit den tiefen Preisen machen sie alle anderen das Leben schwer und für eine fachgerechte Entsorgung will kein Geld vorhanden sein.

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