Biodiversität | Beschluss eines kantonalen Aktionsplans

Kanton bekämpft invasive Pflanzen

Invasive Pflanzen (im Bild eine kanadisch-amerikanische Goldrute) könnten auch im Wallis zum Problem werden.
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Invasive Pflanzen (im Bild eine kanadisch-amerikanische Goldrute) könnten auch im Wallis zum Problem werden.
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch 0

Der Staatsrat hat einen Aktionsplan zur verstärkten Bekämpfung gebietsfremder invasiver Pflanzen beschlossen, die sich im Wallis immer weiter ausbreiten und neben der Biodiversität auch bestimmte Infrastrukturen gefährden.

Die von gebietsfremden invasiven Pflanzen (Neophyten) auf dem Kantonsgebiet verursachten Schäden nehmen immer weiter zu und machen sich in vielerlei Hinsicht bemerkbar. Deren Ausbreitung stellt eine Gefahr für das Gleichgewicht heimischer Ökosysteme dar, stellt die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Sicherheit (erodierende Böschungen, Behinderung von Abfluss oder Zugang bei Fliessgewässern) vor Probleme und richtet letztlich auch beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden an.

Aufgrund dieses Befunds hat eine Arbeitsgruppe einen Aktionsplan ausgearbeitet, der die Massnahmen zusammenfasst, die für die Umsetzung der kantonalen Strategie zur Bekämpfung invasiver Pflanzen notwendig sind. Indem dieser vom Staatsrat nun verabschiedet worden ist, werden die Massnahmen zur Bekämpfung, die Fortführung und Verstärkung der Koordination im präventiven Bereich sowie die gezielte Bekämpfung der invasiven Neophyten zu verbindlichen Pflichten erhoben.

Tigermücke oder asiatische Hornisse

Um eine regelmässige Erfolgskontrolle zu gewährleisten, sieht der Aktionsplan das weitere Bestehen der interdepartementalen Arbeitsgruppe vor. Neben der Thematik invasiver Pflanzen wird sich diese auch damit befassen, wie dem Auftreten tierischer Lebewesen im Wallis, wie der Tigermücke oder der asiatischen Hornisse, zu begegnen ist. Ausserdem wird es ihre Aufgabe sein, regelmässig die zur Eindämmung der exponentiell anwachsenden, mit Neophytenpopulationen bedeckten Flächen benötigten Finanzmittel abzuschätzen. Nach heutigem Wissensstand sind die für eine ganzheitliche, realistische und kantonsweite Bekämpfung erforderlichen Mittel auf vier Jahre hinaus auf drei Millionen Franken zu veranschlagen. Der Aktionsplan sieht auch vor, innerhalb der DWFL eine Stelle zu schaffen, die sich ausschliesslich mit dieser Problematik befasst.

Für die ganze Schweiz gibt es eine Liste mit 40 Pflanzenarten, die nach heutigem Wissensstand ein nachweislich erhebliches Invasions- und Schadenspotenzial aufweisen. 24 dieser Arten sind im Wallis anzutreffen.

pd/map

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