Grosser Rat | Vorstoss mit 72 zu 41 Stimmen gutgeheissen

Flüchtlinge und Arbeitslose sollen Schafe hüten

Flüchtlinge und Arbeitslose sollen künftig Schafe hüten.
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Flüchtlinge und Arbeitslose sollen künftig Schafe hüten.
Foto: 1815.ch

Quelle: SDA 2

Arbeitslose, die keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld haben, oder Flüchtlinge könnten im Wallis künftig als Hirte arbeiten und Schafherden vor Wölfen schützen. Der Grosse Rat hat am Mittwoch einen entsprechenden Vorstoss aus den Reihen der FDP gutgeheissen.

Niemand könne Schafe besser vor dem Wolf zu schützen als Hirten, begründete der FDP-Politiker Oliver Delaloye seinen Vorschlag. Doch den Viehzüchtern fehle es häufig an Arbeitskräften und Mitteln.

Delaloye schlägt deshalb vor, ein entsprechendes Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge ins Leben zu rufen. Die künftigen Hirten sollen an der Landwirtschaftsschule des Kantons Wallis ausgebildet werden. Das Programm solle von Bund, Kanton und Gemeinden finanziert werden.

Einzig die CVP stellte sich gegen das Postulat. Chantal Voeffray Barras nannte die Initiative «lobenswert, aber nicht vernünftig»; angesichts der Situation auf den Schafweiden und in den Bergen sei sie sogar gefährlich. «Die Viehzüchter könnten ihre Hirten noch vor den Schafen verlieren», warnte sie.

Der Vorstoss wurde schliesslich mit 72 zu 41 Stimmen gutgeheissen, bei 3 Enthaltungen. Das Geschäft geht nun an die Regierung.

Umfrage

Flüchtlinge und Arbeitslose sollen im Wallis künftig Schafe hüten. Eine gute Idee?

  1. Nein, damit machen wir uns lächerlich! (57.3%)  
  2. Ja, schliesslich brauchen wir dringend Hirte! (36.6%)  
  3. Mir egal (6.1%)  

Umfrage endete am 18.12.2015

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Kommentare

  • Eidgenosse - 43

    Mein Onkel sagt dass man zum Schafhüten eine Verwurzelung braucht. Gleich wie die Walliser waren die Schafe schon immer hier. Darum verschtehen sie sich untereinander. Wolf und Flüchtling sind aber neu. Ich glaube nicht das die Flüchtlinge richtig mit den Schafen kommunizieren können.

  • Schafhirt - 53

    Ein "Chlapf an Grind" für alle aktiven Schafhirten ist das. An Arbeitskräften und Mitteln soll es fehlen? Eher am Willen fehlt es. Pro GVE werden 400 Franken Sömmerungsbeiträge ausbezahlt, also an den Mitteln kann es nicht fehlen. Aber dieser Vorschlag zielt darauf ab, dass die Kosten für die Hirten von Bund, Kantonen und Gemeinden bezahlt werden. Die Schafbauern können dann die Beiträge in den eigenen Sack stecken. Und zudem: Schafe hüten kann man nicht lernen, man kann es oder man kann es nicht!

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