Coiffeur Schmid | Jüngst 200000 Franken in neuen Salon investiert, monatlich gut 100000 Franken Lohnkosten. Und jetzt?

"Gespannt, ob Politik hält, was sie verspricht"

Bis auf Weiteres. Einer von Schmids Coiffeur-Salons in Visp.
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Bis auf Weiteres. Einer von Schmids Coiffeur-Salons in Visp.
Foto: mengis media / andrea soltermann

Quelle: 1815.ch /dab 0

Harry Schmid führt sein Coiffeur-Unternehmen in der zweiten Generation. 34 Mitarbeiter stehen auf der Lohnliste. Wenn der Staat jetzt nicht einspringt, ist es aus.

Wir erreichen den Oberwalliser Unternehmer auf Fuerteventura. Er wollte an den schönen Stränden Ferien machen, jetzt ist er dort gestrandet. «Ich komme wohl frühestens am Sonntag hier weg», sagt Schmid, «es ist das reinste Chaos.» Die globale Corona-Krise hat Auswirkungen bis ins lokale Gewerbe. Spätestens seit dem Bundesratsentscheid vom Montag, die «aussergewöhnliche Lage» über das Land zu verhängen. Coiffeur- und Kosmetik-Salons müssen genauso schliessen wie Nagel- oder Tattoo-Studios. Hier werden sogenannte «persönliche Dienstleistungen» erbracht. Tätigkeiten also, wo man nahe an viele Kunden kommt. Entsprechend gross ist die Gefahr, dass das Virus an solchen Orten weiterverbreitet wird.

Auch Schmid musste schliessen. Das heisst in seinem Fall gleich drei Salons. Zwei in Visp und den Cut Club in Brig, wo er Inhaber ist. Just hier hat der Unternehmer jüngst 200000 Franken in einen neuen Salon investiert. Der Cut Club ist zwar immer noch im Briger Bahnhofsgebäude untergebracht. Seit einigen Monaten aber oben beim Perron1. Schön ists geworden. Für sein Unternehmen seien Investitionen in dieser Grössenordnung aber alles andere als ein Pappenstiel, sagt der Coiffeur, der sich bereits vor 28 Jahren selbstständig gemacht hat. Das Polster ist entsprechend geschrumpft, dazu kommen die Miete und die Lohnkosten in der Höhe von gut 100000 Franken im Monat. «Wie will man das bezahlen, wenn nichts mehr reinkommt?», fragt Schmid rhetorisch und schiebt nach: «Diese Rechnung ist schnell gemacht.» Der Visper hofft nun, dass der Kanton rasch auf das Gesuch auf Kurzarbeit eingeht und 80 Prozent der Löhne übernimmt. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hatte mehrfach betont, dass die Politik für die Wirtschaft da sei. Schmid: «Ich bin jetzt gespannt, ob die Politik hält, was sie verspricht.»

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