Geselschaft | In der Visper Bahnhofstrasse

Strassenaktion gegen häusliche Gewalt

Die Regionalgruppe gegen häusliche Gewalt hat am Freitag in der Visper Bahnhofsstrasse eine Strassenaktion durchgeführt.
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Die Regionalgruppe gegen häusliche Gewalt hat am Freitag in der Visper Bahnhofsstrasse eine Strassenaktion durchgeführt.
Foto: zvg

Quelle: WB 0

Die Regionalgruppe gegen häusliche Gewalt hat am Freitag in der Visper Bahnhofsstrasse eine Strassenaktion durchgeführt.

Um die Öffentlichkeit auf das Thema häusliche Gewalt hinzuweisen, finden zwischen dem 25. November (Int. Tag gegen Gewalt an Frauen) und dem 10. Dezember (Tag der Menschenrechte) weltweit Projekte im Rahmen der Aktion «16 Days of Activism Against Gender Violence» statt. So auch im Oberwallis.

Jede fünfte Frau ist in der Schweiz von häuslicher Gewalt betroffen. Und damit auch jede fünfte Familie. Es liegt also nahe, dass jede und jeder ein Opfer oder eine gewaltausübende Person kennt.

Häusliche Gewalt bezeichnet körperliche, verbale, psychische oder ökonomische Gewalttaten zwischen Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben. Betroffene fühlen sich oft alleine und geben sich selber eine Mitschuld an der Gewalt, die sie erleben müssen. Häusliche Gewalt ist aber kein individuelles und noch weniger ein privates Problem. Es kann uns alle betreffen.

Die Regionalgruppe gegen häusliche Gewalt hat am Freitag in der Visper Bahnhofsstrasse eine Strassenaktion durchgeführt. Passanten erhielten die Möglichkeit, mit dem Anzünden einer Kerze darauf hinzuweisen, dass Gewalt uns alle angeht und bekunden damit ihre Solidarität mit betroffenen Frauen. Den gewaltbetroffenen Frauen soll Mut gemacht werden, ihr Schweigen zu brechen. Die gewaltausführenden Männer sollen dazu angehalten werden, gewaltfreie Lösungen zu suchen.

An der Strassenaktion wurden Biskuits in Form einer ausgestreckten Hand verteilt. Diese Hand symbolisiert STOP! gegenüber jeglicher Art von Gewalt. Die Biskuits wurden von Schülerinnen und Schülern der Orientierungsschule Visp hergestellt. Einige Klassen erhielten Besuch von den Mitarbeiterinnen des Vereins Unterschlupf und der Opferhilfeberatung. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeit informierten die Mitarbeiterinnen die Lernenden zum Thema häusliche Gewalt und zeigten ihnen auf, wohin sich gewaltbetroffene Frauen und Kinder wenden können (Tel. 027 946 85 32).

Gewalt gegen Frauen und Kinder ist eine weit verbreitete Realität und kommt in allen sozialen Schichten vor. Auch Männer sind häufiger von häuslicher Gewalt betroffen, als dies angenommen wird. Die Regionalgruppe gegen häusliche Gewalt setzt sich mit Überzeugung dafür ein, die Bevölkerung für dieses ernste gesellschaftliche Phänomen zu sensibilisieren, damit häusliche Gewalt auf- und nicht zugedeckt wird. Nur so erhalten Opfer und Täter die Unterstützung, die sie benötigen, um aus der Gewaltsituation einen Ausweg zu finden.

pd / zen

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