Jagd | Zu viel Neuschnee verunmöglicht ethische Jagd im Wallis

Nachjagd vorerst unterbrochen

Verschnaufpause. Wegen des vielen Schnees ist der Jagdbetrieb aus jagdethischen Aspekten ­derzeit unterbrochen.
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Verschnaufpause. Wegen des vielen Schnees ist der Jagdbetrieb aus jagdethischen Aspekten ­derzeit unterbrochen.
Foto: Keystone

Quelle: 1815.ch /pan 0

Aufgrund der ergiebigen Neuschneemengen, welche am Sonntag bis in tiefe Lagen gefallen sind, ist die Nachjagd 2019 derzeit unterbrochen. Deren Wiederaufnahme ist witterungs abhängig.

Da beim weiblichen Rotwild während der vergangenen Hochjagd die von der kantonalen Jagdverwaltung erhofften Jagdziele nicht erreicht werden konnten, wurde dieses Jahr in sieben Walliser Hirschregionen eine Nachjagd angesetzt (sechs davon befinden sich im Oberwallis). Die Nachjagd dauert drei Wochen und ist jeweils auf den Zeitraum zwischen Donnerstag und Samstag begrenzt. 450 Jägerinnen und Jäger haben dazu abermals ein Patent gelöst.

Nicht abgesagt, bloss unterbrochen

Kaum ist am vergangenen Donnerstag der Auftakt zur Nachjagd 2019 erfolgt, musste diese am Sonntag aufgrund des vielen Neuschnees vorläufig ausgesetzt werden.

«Bereits am Freitag ist die Jagd im Binntal in Zone 3 wegen der Schneemengen unterbrochen worden», erklärt Sven Wirthner, Chef der Oberwalliser Wildhüter, gegenüber dem «Walliser Boten». Da es am Sonntag auch in den übrigen Regionen üppig und bis in den Talgrund geschneit habe, werde die Nachjagd in der Folge in allen Oberwalliser Nachjagd-Zonen zwar unterbrochen, jedoch noch nicht gänzlich abgebrochen. «Vom kommenden Donnerstag bis am kommenden Samstag findet aber mit Si­cherheit keine Nachjagd statt», hält Wirthner fest. Die entfallenen Tage würden auch nicht kompensiert.

Erlauben es die Witterungsverhältnisse, können die Jägerinnen und Jäger in den noch offenen Zonen während des dritten und letzten Jagd-Intervalls (vom 28. bis 30. November) allenfalls erneut auf die Pirsch.

«Schnee ist notwendiges Übel»

Vorab müsse die Sicherheit der Jäger gewährleistet und die Jagd auch ethisch, also auch aus Sicht des Rotwildes vertretbar sein. «Dies wird nur der Fall sein, wenn die prognostizierte Föhnwetterlage die Situation massiv verbessert und in den momentanen Rotwildeinständen kein oder wenig Schnee mehr liegt.» Ob und wann die Nachjagd 2019 wieder aufgenommen wird, können die Grünröcke über eine eigens eingerichtete Hotline erfahren (der WB berichtete).

Aus wildbiologischer Sicht, so Wirthner weiter, sei der Jagdbetrieb bei grossen Neuschneemengen bis in tiefe Lagen nicht mehr vertretbar. Indes seien Niederschläge für die Jagd «ein notwendiges Übel». Begrenzt sich der Schneefall auf höhere Lagen, verlässt das Wild seine Sommereinstände, um sich in tieferen und aperen Gebieten aufzuhalten. «Bleiben diese Bereiche schneefrei oder liegt dort nur wenig Schnee, kann die Nachjagd wie gewünscht kurz, effizient und aus wildbiologischer Sicht vertretbar durchgeführt werden.» Gemäss Wirthner ist die erste Jagd-Phase vom vergangenen Donnerstag bis am Samstag mehrheitlich erfolgreich und ohne Zwischenfälle verlaufen. «In der Zone 4 – Termen-Nanztal ist das Jagdziel nach den ersten drei Tagen bereits erfüllt worden. In diesem Gebiet ist die Nachjagd definitiv abgeschlossen.»

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