Randa | Gemeinderat fällt Entscheid
Pfarrhaus wird abgerissen
Pfarrhaus Randa: Der Gemeinderat entscheidet auf Abriss.
Foto: zvg
Nachdem aus der Abstimmung vom vergangenen Sonntag nicht eindeutig hervorging, ob das Pfarrhaus in Randa nun abgerissen oder saniert werden soll, musste der Gemeinderat in der Folge einen Entscheid fällen. Das Gebäude soll abgerissen werden, lautet nun der Beschluss.
Nach Empfehlung der kantonalen Dienststelle für innere und kommunale Angelegenheiten wurde am vergangenen Sonntag in Randa eine Grundsatzabstimmung zur weiteren Verwendung des Pfarrhauses durchgeführt. Zur Abstimmung standen zwei Vorlagen, eine mit der Frage, ob saniert werden soll, und eine weitere mit der Frage, ob das Gebäude abgerissen werden soll, schreibt der Gemeinderat von Randa in einem Communiqué.
In einem weiteren Schritt, so der Gemeinderat, habe die Urversammlung darüber zu entscheiden, wie der Wille des Stimmvolkes, der sich aus der Abstimmung ergeben hat, umgesetzt werden soll. «Aus dieser Empfehlung entnimmt der Gemeinderat, dass alle Ja- und alle Nein- Stimmen gezählt und gewichtet werden müssen», heisst es weiter. Folglich sei es nicht richtig, nur die Ja-Stimmen zu zählen. Zu diesem Entscheid komme auch die juristische Abklärung.
Neun Stimmen Differenz
Bei der Abstimmung vom Sonntag stimmten 103 Stimmbürger für eine Sanierung, 89 dagegen (bei 17 leeren Stimmzetteln). Für einen Abriss stimmten hingegen 102 Personen, dagegen 79 (bei 28 leeren Stimmzetteln). Berechne man nun die Differenz der Ja- zu den Nein-Stimmen, ergeben sich laut Gemeinderat bei der Sanierung 14 Stimmen und beim Abriss 23 Stimmen. «Folglich muss der Abriss mit einer Differenz von neun Stimmen höher gewichtet werden.»
Wie der Gemeinderat weiter festhält, sei man verpflichtet einen entsprechenden Beschluss zu fassen - die kantonale Dienststelle nehme keinen Entscheid vor. Man bedauere, dass das Resultat wiederum derart knapp ausgefallen sei. «Aufgrund der genannten Fakten beschliesst der Gemeinderat, dass das Gebäude abgerissen und ein Vereinslokal mit WC und Archiv erstellt wird.»
Bereits einmal wurden die Randäer zur selben Frage am 28. September 2014 an die Urne gerufen: 97 Personen sprachen sich seinerzeit für einen Abriss aus, während 95 Personen dagegen stimmten. Gegen das Urnenverdikt ging bekanntermassen eine Beschwerde ein. Der Grund: Bei einer Bejahung des Abrisses sind Varianten zur Auswahl gestellt worden. (Von den 97 einem Abriss zustimmenden Personen stimmten 69 für einen in die Friedhofmauer integrierten Neubau, 25 für ein freistehendes Gebäude.) Im Januar 2015 wurde die Abstimmung deshalb vom Staatsrat für ungültig erklärt, weshalb am vergangenen Sonntag ein erneuter Anlauf genommen werden musste.
pd / pmo








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