Staatsratswahlen | Nach Ausscheren von CVP-Mann Voide
Pfister bedauert Entwicklung im Wallis
«Gute und fähige Kandidaten». Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz, über die Situation im Wallis.
Foto: KEYSTONE
Am Dreikönigsgespräch der CVP Schweiz äussert sich Parteipräsident Gerhard Pfister auch zu den kommenden Staatsratswahlen im Wallis.
Grundsätzlich äussere sich die CVP Schweiz nicht zur Walliser Angelegenheit, liess die Pressestelle auf Anfrage verlauten. Am Rande des heutigen Dreinkönigsgesprächs in Bern wurde die Frage aber dennoch aufgeworfen.
Er bedauere die aktuelle Entwicklung im Wallis, so Parteipräsident Gerhard Pfister. Er glaube nicht, dass diese für die Partei gut sei, sagte er vor Journalisten. Sukkurs gibt er Serge Métrailler, dem Präsidenten der CVP Unterwallis, der zurzeit zwischen die Fronten gerät. Nach dem Ausscheren von CVP-Politiker Nicolas Voide auf eine Liste mit der SVP werde die Partei nie mehr die Gleiche sein, hält Métrailler im «Nouvelliste» von heute enttäuscht fest.
Der Ablauf der Nomination des aktuellen CVP-Tickets sei von Beginn weg klar organsiert und kommuniziert worden, erwidert Métrailler seinen Kritikern vom konservativen Parteiflügel. In den letzten Tagen wurden Vorwürfe laut, die Partei habe den Nominationskongress aufgeschoben, um dem Kandidaten Christophe Darbellay bei der Mobilisierung seiner Unterstützer mehr Zeit zu geben. Auch Pfister macht sich für die offizielle Liste stark: «Es gab Spielregeln und eine interne Ausmarchung. Daran hat man sich zu halten.»
Anders sieht es offenbar Jean-René Fournier. Der CVP-Ständerat, der ebenfalls am konservativen Flügel der Partei zu verorten ist, unterstützt das Vorgehen von Nicolas Voide. In einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps» kritisiert der vormalige Staatsrat gleichzeitig das Vorgehen Darbellay. Dass dieser dermassen früh seine Staatsratsgelüste bekannt gab und dabei ständig die amtierende Walliser Regierung kritisierte, sei die eigentliche Treulosigkeit gegenüber der Partei.
David Biner








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Kommentare
G. Bregy - ↑16↓3
Die CVP ist die Looser-Partei der letzten Jahren. Den Niedergang der CVP Schweiz sowie auch im Wallis ist vor allem der Verdienst von Darbellay. Dieser Mann hat definitiv nichts in der Walliser Regierung verloren.
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Beobachter - ↑29↓11
Darbellay soll gescheiter seinen Vaterpflichten nachkommen, statt vom Einzug in den Staatsrat träumen.
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Camenisch Fredy - ↑15↓15
Wieso ist auf einmal "Evelin" schuld am Desaster der CVP. Es ist doch immer schön, die
Fehler bei den Andern zu suchen. Gruss aus Graubünden....
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M. Zeni - ↑42↓7
Der selbsternannte CVP-Star Darbellay wird wahrscheinlich nicht zum Staatsrat gewählt. Sein Gebaren gegenüber Freunden und Gegnern ist keine Heldentat. Darbellay kommt so elitär daher, dass er besser in FDP passen würde. Die Stimmberechtigten werden ihn abstrafen. Leider wird die SVP wegen Darbellay spürbar noch mehr Zuspruch erhalten.
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Petschi - ↑64↓14
BUMERANG
Darbellay hat als erster Strippenzieher Widmer-Schlumpf damals von der SVP, gegen SVP Bundesrat Blocher aufgehetzt.
Darbellay hat CVP Staatsrat Tornay angegriffen und diesen vorzeitig zum Rücktritt gegrängt.
Darbellay erwartet nun einen roten Teppich um in die Walliser Regierung einziehen zu können.
Die Walliser Wähler werden diesem noblen Herrn, die Quittung präsentieren.
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